Du hast plötzlich eine Million! Was machst du?

Freitag, 13.03.20. Gütersloh.

Büro Raum ██.█.███

»Was machst du, wenn du jetzt eine Million Euro bekommen würdest?«

Ähm, was?! Wie kommt man auf so eine Frage? Und wieso stellt Mr. No Buffer Stock (NBS) sie gerade mir? Und zu dieser Zeit?

Ich weiß es nicht mehr und erinnern kann ich mich auch nicht daran. Warum auch? Ohnehin ist es viel zu früh für ein tiefgründiges Gespräch am Morgen, denn es ist Morgen. Daher ist es eigentlich viel zu früh für jegliches Gespräch. Vor allem an einem Freitag. Wie immer bin ich selbst schuld daran, denn ich bin ja zu ihm ins Büro gegangen, um ihn etwas zu fragen, an das ich mich auch nicht mehr erinnere.

Aber an seine meine erste Million, die man nicht hat ich nicht habe und gerne hätte, an die erinnert man sich gerne erinnere ich mich. Es war ein Moment absurden Abschweifens, fernab jeglicher Realität, daher träumbar. Kühn, anmaßend und völlig bescheuert. Ein Balancieren am Rande eines Abgrunds, bei dem man hineinspringt und beim Fallen das Gefühl des Absturzes leicht mit dem Gefühl des Weit-Oben-Von-Allem-Seins verwechselt. Denn – seien wir mal ehrlich – wer von uns glaubt nicht, dass er oder sie es irgendwann zum Millionär schafft, wenn nicht zu mehr?!

Die Antwort auf seine Frage ist – man glaubt es kaum – anstrengend, zumindest wenn man sich ernsthaft Gedanken dazu macht und das Millionärsein gedanklich durchspielt.

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Kann Spuren von Schweinefleisch enthalten

Samstag, 15.02.19. Bielefeld.

Auf einer Fahrt mit der eigenen Mama kann der Weg mit vielen gutgemeinten, aber ungewollten, Ratschlägen gepflastert sein. Dann wird es holprig und die Strecke dehnt sich unnötig in Raum und Zeit. Doch auf einigen Fahrten erfahre ich Überraschendes oder auch etwas Erheiterndes, wie z.B. in der heutigen Geschichte mit der von Mama selbstgemachten leckeren Pizza und dessen gekaufter, eigenwilliger Tomatensoße. Die Tomatensoße war anscheinend eine neue, besondere Zutat, die etwas mehr enthielt, als ursprünglich geplant und vor allem gewollt. Das ist nun mal so, wenn man nicht so richtig Deutsch lesen kann bzw. den Inhalt nicht liest und sich nur auf die Abbildung verlässt.

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Auf der Suche nach dem Prickeln in der Flasche

Ich gebe es zu, warum sollte ich auch jemandem etwas vormachen, ich kann Wasser ohne Kohlensäure nicht trinken. Klingt banal, aber wäre ich darauf angewiesen, würde ich nicht überleben, denn ich finde stilles Wasser so langweilig, dass ich beim ersten Schluck sofort einschlafen und am Ende verdursten würde.

Damit kommt das Trinken von Wasser aus der Leitung für mich nicht in Frage. Also blieb mir nichts anderes übrig, Mineralwasser in Flaschen zu kaufen.

Ich kaufte und kaufte und wurde zum Flaschensammler, bis ich mich eines Tages dazu durchringen musste, das gesammelte Pfand einzulösen. Was mich zu meinem nächsten Problem führte: den Automaten. Maschinen vor denen du dich einreihen und dich ihrem Willen unterwerfen musst. Und jedes Mal fragte ich mich, dient die Maschine mir oder bediene ich die Maschine?!

Das ständige Gejammer über die leeren Flaschen und dem anfallartigen Fluchen vor den Pfandautomat mit dem kaputten Prozess, dessen unfreiwilliger Teil ich wurde, ging mir irgendwann auf den Geist, weil es mein Problem nicht löste. Kurzerhand kaufte ich einen Wassersprudler von SodaStream. Endlich begann das Wasser bei mir zu Hause zu sprudeln und prickeln.

Und dann, nach langer Zeit, daher unerwartet, aber erwartbar, geschah Folgendes: Der Kohlensäure im CO2-Zylinder ging die Puste aus. Kein Blubbern, kein Zischen und Prickeln mehr.

Kein Problem! Ich nahm den Zylinder heraus und ging zum Real,-, also dorthin, wo ich den SodaStream gekauft hatte. Und dann passierte das Unerwartete – ich bekam keinen vollen Zylinder.

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Meine Lesegeschwindigkeit für »Three Women – Drei Frauen«

Sonntag, 09.02.20. Bielefeld.

Das erste Buch, bei dem ich meine Lesegeschwindigkeit gestoppt habe, war Atwoods »Report der Magd«. Für das Lesen des Buchs benötigte ich mehr als 9 Stunden. Jetzt habe ich meine Lesezeit beim nächsten Buch gemessen. Es ist »Three Women – Drei Frauen« von Lisa Taddeo (Amazon Werbelink).

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Mein flacher Bauch an einem Tag

Sonntag, 09.02.20. Bielefeld.

Die Nacht und mein Schlaf sind bekanntlich keine Freunde, aber heute Nacht erreichte es schon eine neue Qualität. Ich könnte sagen, ich hätte beschissen geschlafen, wenn man überhaupt von Schlafen reden könnte. Bis 3 Uhr nachts lag ich mit Schmerzen im oberen Bauchbereich wach im Bett. So begann meine Blinddarmentzündung, daher befürchtete ich wieder etwas Ernsthaftes und verfluchte in meiner Verzweiflung den Salat mit den komisch riechenden Hühnchen Stückchen. Warum musste ich ihn auch am Abend essen?!

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