Bedeutet weniger arbeiten gleich mehr Lebensqualität?

Vorspiel

Mittwoch, 18.11.20. 3 Uhr aufgewacht. Verwirrt nach einer Ursache gesucht. Keine gefunden. Wieder einschlafen. Nein. Das funktioniert nicht. Also; lese ich das Buch »Zwei Fremde im Zug« (Amazon Werbelink) von Patricia Highsmith, weiter. Das Lesen half mal. Ich bin müde, doch zum Einschlafen reichte es vorher nicht und jetzt auch nicht. Nach frühestens zwei Stunden schlafe ich ein.

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Weitere KollegInnen mit Corona…?

Mittwoch, 11.11.20. Erst gestern erfuhren wir im Projekt, dass ein Kollege aus unserem Projektteam in Österreich positiv auf Corona getestet wurde. Heute erfahren wir von weiteren KollegInnen, die sich nicht wohl fühlen. Eine Kollegin hat sich für heute krankgemeldet. Alle befinden sich im Homeoffice.

Sind sie alle durch das Coronavirus bedroht? Oder ist eine gewisse »Ausfallrate« in einem Projektteam mit mehr als 100 Personen normal? Vor allem zum Winter hin nach langer stressiger Phase? Und will ich mich mit diesen Gedanken selbst beruhigen? Während einer Pandemie schaut man bei jeder Krankmeldung bange auf die KollegInnen. Was auch immer es ist, man muss abwarten und auf das Beste hoffen…

Ein Arbeitskollege hat Corona

Dienstag, 10.11.20. Montage sind schwer, besonders wenn sie sich bis zum Dienstag hinziehen. Als ich meine Augen wieder schließe, leuchtet eine Eins Doppelpunkt Null Acht viel zu rot auf meiner Netzhaut nach. Heute wache ich zwei Stunden früher als gestern auf. Ich sollte nicht auf meine Smartwatch schielen, um diesen Moment noch exakt zu bestimmen. Diese Aktion hilft mir nicht. Es ist zu spät. Der Schlaf und ich führen eine schwierige Beziehung.

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10km in 46:39 Minuten

Sonntag, 27.09.20. Es gibt wenige Tage, da wache ich auf und bin unerwartet heiß aufs Laufen und mein Körper vor Vorfreude in erwartungsvoller, innerer Unruhe. Woher dieser Impuls kommt, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich gut geschlafen. Vielleicht etwas Schönes geträumt. Vielleicht habe ich beim Hochziehen der Jalousien unbewusst etwas entdeckt. Manchmal reicht nur ein flüchtiger Sonnenstrahl. Egal, was es auch ist, dann kann ich es kaum abwarten, loszulaufen.

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Fruchtfliegen würden mein Obst liken

Mittwoch, 23.09.20. In meiner Küche finden neuerdings epische Kämpfe zwischen vielen kleinen Davids und einem Goliath statt, denn Fruchtfliegen lieben meine Küche – seit kurzem, jenen Ort süßlicher Verheißung. Also den Ort, den ich einst als »Ort der Verwesung« bezeichnet habe. An diesem Ort findet sich ungesunderweise kaum Obst und das Wenige, also kaum Vorhandene, vegetiert vor sich hin. Vielleicht ist es das, was die Fruchtfliegen verrückt macht.

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