Auf der Suche nach dem Prickeln in der Flasche

Ich gebe es zu, warum sollte ich auch jemandem etwas vormachen, ich kann Wasser ohne Kohlensäure nicht trinken. Klingt banal, aber wäre ich darauf angewiesen, würde ich nicht überleben, denn ich finde stilles Wasser so langweilig, dass ich beim ersten Schluck sofort einschlafen und am Ende verdursten würde.

Damit kommt das Trinken von Wasser aus der Leitung für mich nicht in Frage. Also blieb mir nichts anderes übrig, Mineralwasser in Flaschen zu kaufen.

Ich kaufte und kaufte und wurde zum Flaschensammler, bis ich mich eines Tages dazu durchringen musste, das gesammelte Pfand einzulösen. Was mich zu meinem nächsten Problem führte: den Automaten. Maschinen vor denen du dich einreihen und dich ihrem Willen unterwerfen musst. Und jedes Mal fragte ich mich, dient die Maschine mir oder bediene ich die Maschine?!

Das ständige Gejammer über die leeren Flaschen und dem anfallartigen Fluchen vor den Pfandautomat mit dem kaputten Prozess, dessen unfreiwilliger Teil ich wurde, ging mir irgendwann auf den Geist, weil es mein Problem nicht löste. Kurzerhand kaufte ich einen Wassersprudler von SodaStream. Endlich begann das Wasser bei mir zu Hause zu sprudeln und prickeln.

Und dann, nach langer Zeit, daher unerwartet, aber erwartbar, geschah Folgendes: Der Kohlensäure im CO2-Zylinder ging die Puste aus. Kein Blubbern, kein Zischen und Prickeln mehr.

Kein Problem! Ich nahm den Zylinder heraus und ging zum Real,-, also dorthin, wo ich den SodaStream gekauft hatte. Und dann passierte das Unerwartete – ich bekam keinen vollen Zylinder.

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Meine Lesegeschwindigkeit für »Three Women – Drei Frauen«

Sonntag, 09.02.20. Bielefeld.

Das erste Buch, bei dem ich meine Lesegeschwindigkeit gestoppt habe, war Atwoods »Report der Magd«. Für das Lesen des Buchs benötigte ich mehr als 9 Stunden. Jetzt habe ich meine Lesezeit beim nächsten Buch gemessen. Es ist »Three Women – Drei Frauen« von Lisa Taddeo (Amazon Werbelink).

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Mein flacher Bauch an einem Tag

Sonntag, 09.02.20. Bielefeld.

Die Nacht und mein Schlaf sind bekanntlich keine Freunde, aber heute Nacht erreichte es schon eine neue Qualität. Ich könnte sagen, ich hätte beschissen geschlafen, wenn man überhaupt von Schlafen reden könnte. Bis 3 Uhr nachts lag ich mit Schmerzen im oberen Bauchbereich wach im Bett. So begann meine Blinddarmentzündung, daher befürchtete ich wieder etwas Ernsthaftes und verfluchte in meiner Verzweiflung den Salat mit den komisch riechenden Hühnchen Stückchen. Warum musste ich ihn auch am Abend essen?!

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Beauty-Shopping für voluminöse Wimpern

Samstag, 08.02.20. Bielefeld.

Bella, wie der Name schon sagt, braucht eigentlich keine Beauty-Produkte, aber sie bekam nun einmal einen 200,- Euro Beauty-Gutschein von ihrem Mann geschenkt. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als diesen Gutschein für ein Versprechen auf noch mehr Beauty einzulösen. Und ich als ihr bester Freund darf an diesem Beauty-Ereignis teilhaben – quasi als schmuckes Beiwerk und, seien wir ehrlich, als Mann lernt man schließlich immer gerne etwas dazu.

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Thermomix®-Modellwechsel: Kumpel erzielt Vergleich im Prozess gegen Vorwerk

Donnerstag, 30.01.20. Bielefeld.

Auf der Thermomix® Seite des TM5 heißt es »Koch` dich glücklich!« (Stand 16.02.20), aber was da zum Kochen gebracht wurde, war das Gemüt und die Nerven meines Kumpels Dean Mortison, denn der kaufte den Thermomix® TM5 etwas über einen Monat vor dem Erscheinen des TM6 (und verpasste damit knapp den Stichtag 20. Februar und 8. März, um das Wechselangebot von Vorwerk annehmen zu können). Dieser aufsehenerregende Modellwechsel ist ein kleines Lehrstück über das Sich-Unglücklich-Machens.

Ich kann noch heute seine Verärgerung nachvollziehen, denn, wäre es mir passiert, ich würde mich ebenso verarscht fühlen. Und obwohl wir uns beide einig waren, entspann sich zwischen uns ein seltsames Streitgespräch, in dem meine Nerven durch den nicht vorhandenen Mixer gedreht wurden und dessen Verlauf ich bis heute nicht verstehe.

Natürlich sind wir beide selbst schuld, denn, was passiert sonst, wenn zwei streitbare Rechthaber, angefüttert mit Halbwissen, sprachlich aneinandergeraten, die sich wie eitle Gockel aufplustern, um Rücken an Rücken gegeneinander anzukämpfen? Viel Herumgegackere und ungelegte Eier. Das klingt völlig bescheuert und ist es immer noch. Es muss vermutlich dieser streitbare Wesenszug gewesen sein, der ihn zu einer Klage gegen Vorwerk veranlasste.

Und mit einem Link in die WDR Mediathek vom 29.01.20 zeigte er mir, dass er sich mit Vorwerk auf einen Vergleich geeinigt hatte (Minute 13:50 im Video) – also hatte er das Verfahren gewonnen (Details hier)!

Damit hätte ich nicht gerechnet, denn es hing m.E. an dem genauen Wortlaut der Repräsentanten ab – würde sie gegen das Unternehmen aussagen, für das sie arbeitet? Andere vor ihm sind mit ähnlichen Klagen gerichtlich gescheitert (siehe diesen Beitrag in der WDR Mediathek vom 09.01.20).

Disclaimer. Bevor ich mein Streitgespräch hier wiedergebe: Ich zitiere hier frei aus meinem Gedächtnis heraus, also alles sehr subjektiv und einseitig. Ich bin auch kein Jurist. Daher beim Lesen bitte immer daran denken: Ich kann etwas oder vieles falsch verstanden und auch falsch wiedergegeben haben. Weiterhin habe ich Dean Mortison informiert, dass ich über unser Gespräch und sein Verfahren blogge. Den Inhalt kennt er nicht (würde er vermutlich wieder komplett anders sehen und sich immer noch mit mir streiten und ich mitmachen).

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