Ein glücklicher, störender Zufall

Sonntag, 06.09.20. Ich bin heute zum 7ten Geburtstag einer jungen Dame eingeladen. In knapp zwei Stunden startet die Feier, und da ich wenig Zeit habe, will ich vorher noch schnell laufen gehen. Außerdem sind die Feiern, muss man wissen, bei dieser befreundeten Familie immer sehr essen- und kuchenlastig. Das alles schmeckt zu gut, um zu wenig davon zu essen. Also genug Gründe für mich, schnell loszulaufen, was ich dann auch sofort tue.

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Mobiles Arbeiten und das Laufen

Donnerstag, 27.08.20. Bielefeld. Zählt mobiles Arbeiten als Sport? Ich frage für meinen Heimtrainer. Und gibt es eine App, die diese Mobilität misst?! Ich mache nur einen Scherz. War kein toller Tag heute. Ich bin froh, nach dem langen mobilen Arbeiten tatsächlich mobil sein zu können und einfach loszulaufen. Manchmal klingt es wie Flucht. Ist jedoch eine Art Laufen aus Verärgerung, um die negative Energie abzubauen und den Mist aus dem Kopf zu schmeißen. Wenn man zu lange an einem Ort sich ärgert, scheint der Ort sich damit aufzufüllen und sich an dir zu reiben und dich wie ein Luftballon statisch aufzuladen.

Also laufe ich – wie häufig in solchen Momenten – kopflos los. Hauptsache raus!

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Mein Körper jetzt noch schneller

Dienstag, 28.07.20. Bielefeld. Sprunghaft erhöht mein Herz überrascht, fast überrumpelt, seinen Takt. Es schlägt wie ein von Arbeit gestörter Mitarbeiter, der keine Arbeit gerne annimmt und lieber an andere abschiebt, und fordert von meinem Körper, seine Atemfrequenz zu erhöhen, um mehr Sauerstoff aufzunehmen oder am besten, gleich zu stoppen.

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Die schnellste Version meiner Selbst

Freitag, 17.07.20. Bielefeld.

Reporter: »Herr C.,
Sie sind 10 km in 52:39 min. gelaufen, also so schnell wie nie –
wie fühlen Sie sich als die schnellste Version Ihrer selbst?«

Ich: »Irgendwie am Arsch.«

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»Jeder«, schreibt Axel Hacke*, »sollte sich mindestens einmal im Leben selbst überholen, es ist ein tolles Gefühl.«

Und heute bin ich beim Joggen so schnell wie noch nie in meinem Leben gelaufen. So schnell, dass ich mein altes Ich überholte – bilde ich mir zumindest ein. Natürlich war das ein tolles Gefühl, aber das kam erst nach dem Lauf.

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Der heimliche Traum von einer Badewanne

Dienstag, 23.06.20. Bielefeld. An die schönen Dinge, sagte ich einmal einer Ex, gewöhnt man sich schnell und fühlte mich wie ein unentdeckter Poet. Das war als Kompliment gedacht und zugleich eine Warnung. Denn hat man sich an etwas gewöhnt, dann taucht es allmählich aber sicher in die Welt des Selbstverständlichen hinab und man schätzt es nicht mehr, was zum Ausgleich ungewollte Konflikte zutage fördert.

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