House of Cards – Im Schatten des Körpers des toten weißen Mannes

Freitag, 03.05.19. Bielefeld.

Nein, es geht nicht um mich, auch wenn ich die Nacht so schlecht geschlafen habe und so früh aufwachte, dass ich als Untoter wiedergeboren aus meinem Bett auferstanden bin. Äußerlich sieht man es mir kaum an, abgesehen von dem ausdrucklosen Gesicht mit den leeren Augen und abfallenden Mundwinkeln. Jedoch direkt darunter fühlt sich alles kaputt an. Knirschende Gelenke, anklopfender vibrierender Kopfschmerz, benebelter Geist. Ich fühle mich schwach und zerbrechlich. Mimimi!!!

Aber, ich will mich nicht immer beschweren. Früh wach zu werden hat tatsächlich seine Vorteile: Ich kann alles früher machen, früher mit der Arbeit beginnen, früher mit der Arbeit aufhören, früher kommen von der Arbeit nach Hause, früher in die Kiste oder auch früher Netflix schauen. Ich freue mich schon seit gestern, die 6te Staffel von »House of Cards« weiter zu schauen. Entdeckte ich gestern zu meiner Überraschung. Ja, ich bin nicht so auf dem Laufenden.

Also schaute ich heute die 6te Staffel zu Ende. An nur zwei Abenden. Das ging schnell. Und was soll ich sagen?! Gegenüber »House of Cards« ist »Designated Survivor« so harmlos wie ein Katzenvideo auf YouTube!

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Netflix: viel Mittelmaß mit vereinzelten Perlen?

Sonntag, 28.04.19. Bielefeld.

Vogelperspektive. Ein Auto fährt auf einer einsamen Straße mitten durchs Nirgendwo.

Sofort denke ich an den Film »How It Ends«, den ich mir gestern auf Netflix angeschaut habe, als mir bewusst wird, dass gerade der Trailer zu »Chambers« läuft. Wieder ein langweiliges Werk mit kostengünstiger Kulisse, denke ich mir. Einfache Kulissen, idealerweise abgeschieden irgendwo im Wald oder im Nirgendwo, Hauptsache abseits der Zivilisation mit wenigen Menschen und kostengünstiger Umgebung – wobei die CGI Effekte in »How It Ends« wohl in die Millionen gingen, was man m.E. hätte sparen können. Ich fand es schon immer befremdlich, dass die Filme immer CGI lastiger werden (ebenso in 3D). Mir sind Handlung und Charaktere wichtiger. Da spart man an der falschen Stelle und könnte sich das Werk insgesamt ersparen. Mir scheint, dass etwas wie das Rätselhafte, Mysteriöse, Geheimnisvolle oder was auch immer am Ende die Ideenlosigkeit kaschiert.

Klingt alles uninspiriert. Das scheint sich in meinem Kopf festgesetzt zu haben und verstärkt sich durch weitere Serien oder Filme mit Endzeitszenarien bzw. einfacherKulisse. Eigentlich ist das keine richtige Kritik, denn viele gute Serien haben bei genauer Betrachtung im Wesentlichen kaum variierende Kulissen, doch wenn der Inhalt langweilt, dann rückt alles andere kritisch ins Blickfeld.

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Ruhetag.

Sonntag, 21.04.19. Bielefeld.

Die Nacht war laut. Es ist keine gute Idee, das Schlafzimmer auf die Straßenseite zu legen. Ein Konstruktionsfehler, der gleich mit johlenden Leuten bestraft wird. Im Halbschlaf nahm ich alberne Rufe von Männern und Frauen wahr. Ein Paar unterhielt sich sogar direkt vor meinem Fenster, glaube ich, denn es klang so, als stünden sie direkt in meinem Schlafzimmer. Ich befand mich im Halbschlaf und erinnere mich, wie ich versuchte zu verstehen, worüber sie sich stritten. Auch wenn ich sie deutlich verstanden hätte, als ich heute Morgen aufwachte, schafften ihre Worte es nicht in den Tag. Nur eine Erinnerung an Menschen, die zu laut redeten.

Etwas zerknittert überlege ich, den Tag dennoch gut zu starten. Ein gutes Training wird mir dabei helfen. Also mache ich mich gegen 10 Uhr auf den Weg zum Fitness durch sonnendurchflutete Straßen, auf denen kaum jemand fährt. Die Ruhe und die Klarheit des Morgens, das ist schön.

Und mein Training verläuft wirklich gut! Seitdem ich wieder 1 – 2x die Woche zum Fitness gehe, fühle ich diesen Kick und schaffe bessere Ausführungen mit mehr Gewichten. Nach beachtlichen eineinhalb Stunden fahre ich ausgepowert nach Hause. Genug Zeit, ein wenig meine aktuelle Serie auf Netflix zu schauen: »Good Wife«.

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Serial Glotzer mit Interruptus in Serie

Montag, 25.02.19. Bielefeld.

Netflix. Eine Erkältung versucht sich, mit meinem Körper zu paaren, aber ich bin nicht so leicht zu haben. Vor allem nicht, wenn diese polygam ist und mich nicht einmal zu Essen einlädt. Ich bin Old School!

Diese Erkältung – oder eine Verwandte von ihr – hat leider Freunde und Verwandte von mir angesteckt. So blieb mir unverhofft mehr Zeit als geplant am Wochenende. Also nutzte ich sie sinnvollerweise zum Ausruhen auf dem Sofa vor dem Fernseher und schaute ein paar (viele) Netflix Serien.

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