Wie man mit einem Meeting unnötig Probleme aufbläht

Mittwoch, 13.03.19. Gütersloh.

Als Berater muss ich immer professionell auftreten und diplomatisch mit dem sein, was ich sage. Das bin ich auch. Meistens. Es hilft jedoch nichts, wenn dein Gegenüber diese Sprache nicht versteht oder verstehen will und der Meinung ist, ein guter Dialog ist der, bei dem der eine schweigend zuhört, während der andere einen Monolog hält.

Monolog als getarnter Dialog. Eigentlich ganz pfiffig. Erinnert mich an: »Lass uns reden, also hör erstmal zu!« – Ich schweife ab. Also weiter im Text.

Um den Zuhörer des einseitigen Dialogs nicht zu langweilig, spickt man den Inhalt der Rede richtigerweise mit kleinen Spitzen. Zarte Andeutungen dessen, dass es eigentlich überflüssig ist, all dies auszusprechen, denn der törichte Zuhörer hätte es schon längst wissen müssen.

Ein Wiedersehen mit dem »angepissten« Systemadministrator mit zwei Pointen.

„Wie man mit einem Meeting unnötig Probleme aufbläht“ weiterlesen

Personalgespräch

Mittwoch, 13.02.19. Wolfsburg.

Ich bin ein wenig überrascht. Heute, gestern und vorgestern habe ich gut geschlafen. Jetzt kann ich dir endlich einen Beauty-Tipp für längeren Schlaf geben: Schlaf die Tage zuvor einfach viel zu kurz, um deinen Körper systematisch zu übermüden! Klappt regelmäßig. War auch wichtig für mich, heute ausgeschlafen zu sein, denn ich hatte mein Personalgespräch >200 Kilometer weiter weg.

„Personalgespräch“ weiterlesen

After Go-Live no Party oder Wie ich mich selbst arbeitslos machte

Montag, 11.02.19. Bielefeld.

Gestern beendete ich meinen Artikel mit dem Satz: »Morgen ist Montag und ich freue mich auf meine Arbeit beim Kunden.« Und heute war dieser Morgen. Und so, wie es immer mit Erwartungen ist, kam sie mit umgekehrtem Vorzeichen.

Wir gingen am Anfang diesen Monats mit unserem Kunden-Release produktiv. Direkt in der ersten und kritischsten Hypercare-Woche, also die Zeit, in der die Software wie ein Neugeborenes unter intensiver Beobachtung steht, drückte ich die Trainingsbank in Walldorf auf der SAP Cloud Platform Schulung (hier zu lesen).

Daher hoffte ich heute auf viel bzw. genug Arbeit. Ich fand auch eine lange Liste von Bugs in meinem Posteingang. Diese gingen jedoch an alle in der betreffenden Gruppe. Lediglich ein EINZIGER Bug (auch Incident genannt) war mir zugewiesen! Wie enttäuschend.

„After Go-Live no Party oder Wie ich mich selbst arbeitslos machte“ weiterlesen

INSERT INTO SAP Cloud Platform VALUES (‚Hakan‘);

03. – 08.02.19. Walldorf.

Ich bin schon so lange SAP Berater, dass ich mich nicht mehr erinnere, wann ich zuletzt – oder überhaupt – auf einer SAP Schulung bei der SAP war. Daher wurde es endlich Zeit, etwas dazuzulernen, vor allem, wenn Kunden nach nachweisbarem Know-how fragen.

Das Thema Digitalisierung bzw. digitale Transformation gewinnt immer mehr Bedeutung bei allen unseren Kunden. Dabei spielt die Cloud eine wichtige Rolle (»Ohne Cloud keine Digitalisierung«). Also ab nach Walldorf zum SAP Training »CP 100 – SAP Cloud Platform«.

„INSERT INTO SAP Cloud Platform VALUES (‚Hakan‘);“ weiterlesen

Mit wie vielen Menschen redet man eigentlich auf der Arbeit?

Freitag, 18.01.19. Gütersloh.

Heute Morgen überrasche ich wieder meinen Wagen aus einem verträumten Winterschlaf als ich mit meiner Plastikkundenkarte unsanft – ich habe immer noch keinen Eiskratzer – die dünne, widerspenstige Eisschicht abkratze. Darauf waren wir beide nicht vorbereitet, denn ich habe mich entschlossen, heute zum Kunden zu fahren. Wir Berater sind freitags meistens nicht beim Kunden, sondern im Office bzw. Homeoffice (ja, wir leben den Traum!).

Ich würde auch lieber zu Hause bleiben, bin jedoch etwas im Verzug mit einem Arbeitspaket und will etwas Zeit gut machen, die ich diese Woche für zusätzliche Aufgaben verbraucht habe. Wir haben Tester im Haus, die die neueste Version der SAP CRM & ERP Software prüfen (nennt sich User Acceptance Test).

Beim Testen zu unterstützen ist ok. Was ich allerdings nicht mag, sind Defects. Also Fehler, deren Fehlerbeschreibung ich verstehen, dann analysieren und, wenn nötig, korrigieren muss. Jedes einzelne für sich eine Herausforderung. Das Bugfixing an sich ist besonders unangenehm, lästig und eine Art Beleidigung, als würde deine Mutter unangemeldet in dein Zimmer kommen und sagen, du musst aufräumen, obwohl dein Zimmer bereits unbeschreiblich ordentlich ist.

„Mit wie vielen Menschen redet man eigentlich auf der Arbeit?“ weiterlesen