Mein alterndes IT-Wissen im Job

Mittwoch, 29.05.19. Gütersloh.

Heute gehen drei Tage Workshop mit der SAP bei meinem Kunden zu Ende. Die SAP stellt, stark an den Kundenprozessen orientiert, seine Produkte S/4HANA und C/4HANA vor und evaluiert, wie mein Kunde den Übergang von deren derzeitigen ERP und CRM Systemen in die neue SAP Welt schafft. Dabei ist sozusagen das S/4HANA das neue ERP und C/4HANA das neue CRM, natürlich in der Cloud.

Wir machen gerade eine Mittagspause als mein Kunde mich fragt, wie ich den Workshop finde.

»Wirklich sehr gut.«

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Ein unglaublicher Trip für mehrere Leben

Samstag, 25.05.19. Hopper Hotel in Köln.

Ich sitze am Frühstückstisch mit einem frisch duftenden Milchkaffee, Rührei und zwei Sesambrötchenhälften. Während ich die eine Hälfte langsam mit Butter (nicht Margarine) bestreiche, fragt mich ein Kollege, den ich erst neu kenne, ob ich jetzt etwas wehmütig werde, denn bald wechsle ich zu meinem neuen Arbeitgeber und das ist somit das letzte Team-Event bzw. generell ein Firmenevent bei meinem jetzigen Arbeitgeber als Mitarbeiter.

Mehr als acht Jahre als IT- und Prozessberater in der Automobil-Branche liegen hinter mir. Fast fünf Jahre davon verbrachte ich jede Woche in Hotels. Das hatte seine Annehmlichkeiten. Jeden Morgen ein üppiges Frühstück, das sich schnell auf die immer gleichen, favorisierten Essensteile reduzierte. Kaffee. Rührei. Brötchen mit Butter. Jeden Abend ein sauberes Zimmer, ein sauberes Bad, ein frischbezogenes und duftendes Bett. Ich wurde bedient und wäre da nicht die Arbeit, käme ich mir wie ein verwöhntes Kind reicher Eltern vor.

Ja, im Rückblick verklärt sich einiges.

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Die schreiende Email oder Glück gehabt

Montag, 13.05.19. Bielefeld.

Letzte Woche setzte ich meine Performance Optimierung für meinen Kunden erfolgreich um. Und da es auch nicht viel zu tun gibt (abgesehen von dem Kleinkram, das ungeplant Staub aufwirbelt), denke ich mir heute Morgen, ich gehe den Tag entspannter an.

Entspannt bedeutet für mich, nicht um 5 Uhr morgens aufzustehen, weil ich wach bin, sondern einfach ein wenig länger liegen zu bleiben, in der Hoffnung, ein wenig weiterschlafen zu können. Tatsächlich klappt es auch, aber halt nur ein wenig (daher ist das Entspannt ein wenig übertrieben).

Also fahre ich zirka eine Stunde später als üblich los. Es ist kurz vor 7 Uhr bei klarem Himmel und sonnigen Aussichten. Und trotz des regen Verkehrs auf dem Ostwestfalendamm genieße ich den Morgen. Das ist ok, um diese Uhrzeit herrscht anscheinend viel Verkehr. Als sich ein Lächeln in mein entspanntes Gesicht schleichen will, entdecke ich plötzlich Autos mit aufgehenden Warnblinkern.

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Performance Optimierung Teil II und noch mehr Pizzen

Mittwoch, 01.05.19. Bielefeld.

Heute, am Tag der Arbeit, arbeite ich nicht, daher etwas über gestern.

Mein Kunde lacht entspannt. Ein amüsiertes und wissendes Lachen, in dem ein »der Hakan wieder« sich versteckt. Der Kunde kennt mich. Ich sitze endlich an der finalen Präsentation meiner Pizza-Story (Performance Optimierung). Die nahm unerwartet mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Manchmal gleicht das Verbessern eines Programms einem Stich in ein Wespennest.

Ich machte mir sogar über das Wochenende Gedanken darüber. Das ist bei mir so. Ich kann nicht aufhören und sitze solange an einem Problem, bis ich es löse, weil ich weiß, dass ich es lösen kann. Ich machte dem Kunden sogar den Vorschlag, dass ich die Stunden für den unerwarteten Mehraufwand nicht in Rechnung stelle, wenn meine erneute Optimierung kaum Verbesserungen zeigt.

Da lachte mein Kunde wieder. Das klang verlockend.

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