Die lieben Reisekosten und die teuren Taxifahrten

Donnerstag, 12.09.19. Bielefeld.

Die Kälte frisst sich durch meinen dünnen Anzug hindurch und beißt sich wie ein wilder Hund an meinen Knochen fest. Mein Körper fühlt sich an, als würde es heftig mit den Zähnen klappern. Es ist ein schmerzhaftes und seltsames Gefühl, wenn der Körper starr vor Kälte ist und zugleich vor Kälte zittert. Am schlimmsten jedoch ist dieses Ausgeliefertsein und der kurze Kontrollverlust, weil die Kälte dich für einen Moment beherrscht.

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Das Chaos, die Verzweiflung und der annullierte Flug

Freitag, 12.07.19 Frankfurt.

Würde mir jemand diese Geschichte so erzählen, würde ich »Blödsinn!« rufen und denjenigen für einen totalen Versager halten, weil derjenige in einem deutschen Flughafen nicht zurechtkommt. Ich meine, hey, hier ist doch alles super organisiert.

Aber so ist das, wenn du etwas selbst erlebst und in deinem Leben an diesen Punkt gelangst, für den du eigentlich zu cool arrogant bist und dort gerne einfach jemanden anbrüllen möchtest, aber du völlig ausgehebelt wirst, weil du niemanden findest, der dafür zuständig ist.

Jetzt bin ich an diesem Punkt und so wütend und vielleicht auch verzweifelt. Ich will einen klaren Gedanken fassen, alles andere ergibt keinen Sinn bzw. ändert nichts an meiner aktuellen Situation. Es kostet mich jedoch Kraft, meine Gedanken auf den nächsten, sinnvollen Schritt zu konzentrieren. Sie wollen gleichzeitig in verschiedene Richtungen ausschlagen. Allesamt in eine unangenehme.

Wie fragil meine selbsterschaffene Welt doch ist und wie dünnhäutig sie sein kann. Als mein Hinflug nach Salzburg nervenaufreibend verlief, rechnete ich zumindest mit einem angenehmeren Rückflug.

Pustekuchen! Wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, dann belehrt irgendjemand – wer immer das auch ist, zeige sich! – einen eines Besseren.

Ich stehe inmitten trostloser Massen von wütenden und verzweifelten Reisenden, die sich zu hunderten vor den Informationsschaltern der Lufthansa im Frankfurter Flughafen erbrechen. Dahinter professionelle Gesichter in adretter Uniform. Dazwischen Schalter, die wirken wie unüberwindliche Barrieren und nur Zeit fressen statt zu helfen.

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Workshop

Mittwoch bis Donnerstag, 10. – 11.07.19. Salzburg (Österreich).

Es muss zwischen Kindergarten und Grundschule gewesen sein, so genau erinnere ich mich nicht, als mich ein Erwachsener fragte, wohin ich in den bevorstehenden Ferien reisen würde.

Ich sagte etwas wie »Aust, Austrrr, Austrrrahhhiii…«. Ich erinnerte mich nur vage an das, was meine Eltern gesagt hatten. Ich kannte das Land nicht.

»Australien?«

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Agile Flugbuchung nach Salzburg

Dienstag, 09.07.19. Düsseldorf Flughafen.

Gerade noch gut gegangen. Aber es war knapp. Zu knapp. So knapp, dass es mich bis hierher Nerven und vor allem Schweiß gekostet hat. Ich sitze jetzt am Düsseldorfer Flughafen Stunden früher als geplant und alleine ohne die Kollegen.

Als ich mein Smartphone wieder einschalte, trudeln mehrere WhatsApp Nachrichten ein. In einer fragt mich mein Arbeitskollege R., ob ich bereits Düsseldorf erreicht hätte. Losgeschickt hat er sie um 13:19 Uhr. Das ist jetzt knapp eine Stunde her.

Was soll ich ihm antworten? Dass ich ziemlich angepisst bin? Wie knapp das alles war? Dass ich mich nicht auf andere verlassen hätte sollen, als sie für mich die Firmenreise nach Österreich zu unserem Kunden gebucht hatten bzw. meinten, es organisiert, also delegiert, zu haben?!

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Mein alterndes IT-Wissen im Job

Mittwoch, 29.05.19. Gütersloh.

Heute gehen drei Tage Workshop mit der SAP bei meinem Kunden zu Ende. Die SAP stellt, stark an den Kundenprozessen orientiert, seine Produkte S/4HANA und C/4HANA vor und evaluiert, wie mein Kunde den Übergang von deren derzeitigen ERP und CRM Systemen in die neue SAP Welt schafft. Dabei ist sozusagen das S/4HANA das neue ERP und C/4HANA das neue CRM, natürlich in der Cloud.

Wir machen gerade eine Mittagspause als mein Kunde mich fragt, wie ich den Workshop finde.

»Wirklich sehr gut.«

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