Netflix: viel Mittelmaß mit vereinzelten Perlen?

Sonntag, 28.04.19. Bielefeld.

Vogelperspektive. Ein Auto fährt auf einer einsamen Straße mitten durchs Nirgendwo.

Sofort denke ich an den Film »How It Ends«, den ich mir gestern auf Netflix angeschaut habe, als mir bewusst wird, dass gerade der Trailer zu »Chambers« läuft. Wieder ein langweiliges Werk mit kostengünstiger Kulisse, denke ich mir. Einfache Kulissen, idealerweise abgeschieden irgendwo im Wald oder im Nirgendwo, Hauptsache abseits der Zivilisation mit wenigen Menschen und kostengünstiger Umgebung – wobei die CGI Effekte in »How It Ends« wohl in die Millionen gingen, was man m.E. hätte sparen können. Ich fand es schon immer befremdlich, dass die Filme immer CGI lastiger werden (ebenso in 3D). Mir sind Handlung und Charaktere wichtiger. Da spart man an der falschen Stelle und könnte sich das Werk insgesamt ersparen. Mir scheint, dass etwas wie das Rätselhafte, Mysteriöse, Geheimnisvolle oder was auch immer am Ende die Ideenlosigkeit kaschiert.

Klingt alles uninspiriert. Das scheint sich in meinem Kopf festgesetzt zu haben und verstärkt sich durch weitere Serien oder Filme mit Endzeitszenarien bzw. einfacherKulisse. Eigentlich ist das keine richtige Kritik, denn viele gute Serien haben bei genauer Betrachtung im Wesentlichen kaum variierende Kulissen, doch wenn der Inhalt langweilt, dann rückt alles andere kritisch ins Blickfeld.

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Kino: Guardians, Alien, Baywatch, Mumie & ein weiterer Fluch

Baby Groot Guardians of the Galaxy
photo credit: Baby Groot © 2017 by MARVEL

Ehrlich, ich will ins Kino, aber die Filmemacher haben etwas gegen mich!

Das Kino scheint nur noch zwei Arten von Filmen zu kennen: Remake und Fortsetzung.

Und nicht mal die unterscheiden sich voneinander.

Es sind künstlich aufgespritzte, mit Computeranimationen und bombastischen, visuellen Effekten überladene, weil inhaltlich zu dünn, ausgestattete Machwerke, die mich an Schönheitsoperationen von Möchte-Gern-Models erinnern: Reproduktive Schönheiten, die mich sofort langweilen.

Vielleicht ist das der Zeitgeist, und der Film spiegelt auf künstlerische Weise die Realität und die Bedürfnisse der Menschen wider.

Warum ich mich so aufrege?

Ich sah einen Trailer zum Kinofilm »Baywatch« und heute Morgen das Making of zu »Die Mumie«. Dann geistert noch ein weiterer Teil von »Fluch der Karibik« durch die Werbung, die ich eigentlich nicht anschauen möchte.

Und meine Frage lautet: WARUM?!

Natürlich gibt es auch Lichtblicke, dort wo so viel Schatten sich sammelt. Einer davon ist »Guardians of the Galaxy Vol. 2«. „Kino: Guardians, Alien, Baywatch, Mumie & ein weiterer Fluch“ weiterlesen

Star Wars: Neues Erwachen – Ein Vergleich zwischen Episode IV und VII

Als ich den »Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht« sah, war ich enttäuscht. Vielleicht liefert dieses verblüffende Video eine gute Erklärung dafür, denn es zeigt Szene für Szene, wie sehr die Episode IV von 1977 und VII von 2015 sich gleichen:

https://vimeo.com/160263943

An sich finde ich »Referenzen« oder »Zitate« (nenne ich jetzt mal so) nicht schlecht, da es sich um eine Art »Hommage« handelt und dem Zuschauer, der die Andeutungen versteht, zusätzliches Vergnügen bereitet. Jedoch sollte das »Zitieren« eine neue Qualität schaffen und keine Kopie in fadem Farbton sein. Wie das richtig geht, das zeigen die Simpsons

via PEWPEWPEW

Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht

»Stars Wars« gehört zu meinen Lieblingsfilmen, zumindest die alten Teile, also als ich noch jung war. Jetzt bin ich alt und die neuen Teile jung. Und wie es mit der alten Liebe ist, kann keine neue mit ihr mithalten. Trotzdem erwacht mit diesem Wissen bei jedem neuen »Star Wars« die Hoffnung in mir und driftet dann zur Dunklen Seite.

Keine Sorge, ich werde nicht spoilern, was denn auch? „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ weiterlesen

Magic Mike und die nackte Oberfläche

Magic Mike Poster - ©2012 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved
Magic Mike Poster – ©2012 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Die Frage „Was schenke ich der Mutter meiner Patenkinder“ hatte ich zum Teil mit einem Kinobesuch beantwortet. Also stand ich vor der nächsten Frage – in welchen Film lade ich sie ein!

Es sollte etwas Humorvolles, Unterhaltsames und im besten Fall auch nicht zu oberflächliches Vergnügen sein. Als ich dann bei meiner Recherche auf den Film „Magic Mike“ stieß, musste ich bei dem Gedanken, ihr diesen Film vorzuschlagen, lachen. Ich wusste, sie würde sich darüber auch amüsieren, war mir aber nicht sicher, ob sie wirklich zusagen würde. Doch dann las ich etwas von „Drama-Komödie“. Das klang nach Tiefgang.

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