Alte Hunde in Frührente oder Nichts mit Blockchain

Mittwoch, 20.02.19. Bielefeld.

Dogs of Berlin. Eine atemlose deutsche Netflix Serie. Man erkennt sofort den Netflix-Style, als gäbe es eine Schablone dafür oder Filter oder eine bestimmte Software. Kräftige, satte Farben. Cyan. Blau. Rot. Bunte, künstliche Lichter, die künstlerisch auf den Gesichtern aufleuchten. Beeindruckende, fast schwerelose, Kameraführung. Zwei Cops, die unfreiwillig als Team arbeiten müsse. Flotte Sprüche. Dicke Hose. Und Gangsta, aber kein Digga und knapp unter der Übertreibung. Also gar nicht so schlecht gemacht.

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Kranke Straße

Dienstag, 19.02.19. Bielefeld.

Ich bin heute ein wenig früher von der Arbeit nach Hause gefahren als normalerweise. Nicht so früh wie an den Tagen zuvor. An sich auch eine gute Idee, gäbe es da nicht ein Problem, denn dieses ein weniger früher ist an Werktagen dann doch keine so gute Idee.

Die Zeit, die ich früher zu Hause ankam, hätte ich mir sparen können, denn ich nutzte sie für die Parkplatzsuche. Wäre ich später gekommen, hätte ich dann früher einen Parkplatz gefunden? Stoßstange an Stoßstange eng geparkt. Wie schaffen es die Fahrer, so zu parken und wie werden sie dort wieder herauskommen? Ich hatte vergessen, wie voll die Straße vor meiner Haustür ist, wenn noch kein Feierabend ist (oder Schulschluss). Große Autos. Kleine Bullis. Wagen von Handwerkern, die an den Fassaden und im Innenleben der Häuser arbeiten. Kleine Baustellen. Kleine Absperrungen mit Bauschuttcontainern. Oh, ein greller Postwagen, vollbeladen mit Paketen, gezwängt in die Lücke, die eine Ausfahrt ist. Leute von überall und sonstwoher kommend. Es scheint mehr Autos als Wohnungen in dieser Straße zu geben!

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Keine zwei Euro.

Montag, 18.02.19. Bielefeld.

16,5 Grad mit Sonne. Wunderbar mild. Ich bin wieder früher aus der Arbeit zurück und laufe los. Das überrascht meinen Körper. Der befindet sich noch im Büro-Arbeitsmodus – oder heißt es Winterschlaf?!

Die Sonnenstrahlen funkeln mir etwas auf dem Asphalt entgegen.

Ich werde langsamer und beuge mich hinunter zu dem kleinen, runden Ding. Beim Joggen trage ich nämlich keine Brille, das schützt mich vor Ablenkungen und macht die Welt ein wenig schöner. Meine Kurzsichtigkeit ist wie ein Gaußscher Weichzeichner (oder Schöntrinken), der alles in meinem Sichtfeld miteinander unscharf vermischt und ein attraktives Durchschnittsbild schafft.

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Ein Haus ohne Türen

Donnerstag, 14.02.19. Bielefeld.

Nach ein paar Tagen nasskaltem Wetters scheint die Sonne als hätte sie vergessen, dass wir noch keinen Sommer haben. Vielleicht waren es auch nur romantische Frühlingsgefühle. Der Grund ist mir egal. Heute hatte ich zu wenig auf der Arbeit zu tun. Das Gute an einem ungeplanten Leerlauf auf dem Kundenprojekt ist der unerwartet frühe Feierabend.

Der falsche Sommer ist mild genug, dass ich seit langem wieder ans Laufen denke. In diesem Jahr bin ich bisher nicht gejoggt.

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Personalgespräch

Mittwoch, 13.02.19. Wolfsburg.

Ich bin ein wenig überrascht. Heute, gestern und vorgestern habe ich gut geschlafen. Jetzt kann ich dir endlich einen Beauty-Tipp für längeren Schlaf geben: Schlaf die Tage zuvor einfach viel zu kurz, um deinen Körper systematisch zu übermüden! Klappt regelmäßig. War auch wichtig für mich, heute ausgeschlafen zu sein, denn ich hatte mein Personalgespräch >200 Kilometer weiter weg.

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