Ein Text ohne Sinn

»Ich ging in einen Buchladen, um ein Buch zu kaufen und kam mit sechs Büchern heraus.
Jetzt weiß ich, wie Frauen sich in Schuhläden fühlen…«
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Sonntag, 16.06.19. Bielefeld. Gedämpfte Hitze. Die Sonne versucht, hinter den Wolken durchzubrechen und scheitert am Morgen an der zu dicken Wolkendecke. Es ist stickig und ich ein wenig stinkig.

Ohne Scheiß, ich sitze jeden Abend vor dem aufgeklappten Display meines Notebooks, der nach Texten hungert, aber dann passiert häufig – nichts; oder, wenn doch, dann kommt häufig ein Scheißtext dabei heraus.

Natürlich sollte ich meinen Text nicht mit einem Satz beginnen, in dem das Wort »Scheiße« gleich zwei Mal (und hiermit ein drittes Mal) auftaucht, denn wer liest so einen Text? Klingt doch wie die Einladung auf eine Party, die der Partygeber selbst für miserabel hält (warum schmeißt er dann überhaupt Partys?).

Das ist aber so. Ich versuche schon seit langem, täglich zu bloggen oder zumindest sehr häufig, also jeden 2ten Tag. Vergeblich. Ich halte es ein paar wenige Tage durch und dann höre ich auf. Nicht, dass es jemand vermisst, doch mich stört das, weil ich jetzt seit 2010 so verfahre ohne nennenswerten Fortschritt.

Nicht, weil mir nichts einfällt, sondern, das, was mir einfällt, erscheint mir nicht erwähnenswert, banal. Als ich meinen Blog 2010 begann, da musste ich mich hingegen bremsen. Da wollte ich über jeden Mist Kleinigkeit sofort schreiben.

Immerhin habe ich die Anzahl meiner jährlichen Blog-Artikel seit 2016 mehr als verdreifacht. Hurra! Jedoch steigerte sich dadurch nicht die Anzahl meiner Leser im gleichen Maße. Buh!

Egal, denn wer nicht schreiben kann, kann immerhin lesen.

Du ahnst es, lesen will ich auch viel mehr, lese aber zu wenig. Glücklicherweise führe ich dazu keine Statistiken. Jedes Mal, wenn es mir gelingt, zufällig abends das »Das Literarische Quartett« zu sehen, wie am Freitag dieser Woche, fällt es mir wieder ein.

Immerhin habe ich angeregt durch die Sendung jetzt zwei Romane bestellt:

  • Raymond Queneau: »Zazie in der Metro«. (Gebundene Ausgabe. Mai 2019)
    Dieses Buch wurde von allen beteiligten sehr positiv diskutiert und machte mich daraufhin neugierig

  • Joachim Meyerhoff: »Alle Toten fliegen hoch Teil 1: Amerika.«
    Seine Art, die Bücher zu besprechen, veranlasste mich, mich ein wenig über ihn zu informieren. Ich entdeckte seine Bücher, die bei vielen Lesern als humorvoll, liebevoll und detailreich mit wunderbarer Sprache beschrieben wurde.

Aktuell lese ich noch »Mit Blick aufs Meer« von Elizabeth Strout. Und noch Hararis Buch »21 Lektionen für das 21. Jahrhundert«, bei dem ich zwischen Lektion 3 und 4 steckengeblieben bin.

Links

Videos

Bücher

Ein Text ohne Sinn Yuval Noah Harari:
»21 Lektionen für das 21. Jahrhundert«.
(Amazon Werbelink)
Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch Teil 1: Amerika. Joachim Meyerhoff:
»Alle Toten fliegen hoch Teil 1: Amerika.«
(Amazon Werbelink)
Raymond Queneau: Zazie in der Metro. Raymond Queneau:
»Zazie in der Metro«.
(Amazon Werbelink)
Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer. Elizabeth Strout:
»Mit Blick aufs Meer«.
(Amazon Werbelink)

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