Auf meinen Charakter reduziert

Donnerstag, 30.04.20. Bielefeld.

Elf Tage ist es her, da nahm ich mir vor, diesen Monat meine 200km zu laufen. Und heute, am letzten Tag dieses Monats, habe ich es tatsächlich geschafft (ich drück mich)!

Um genau zu sein, es sind 202.5 km an insgesamt 24 Tagen mit durchschnittlichem Tempo von 06:29 min/km. Das ist fast 30 Sekunden langsamer als meine Durchschnittszeit im letzten Monat. Das ist halt der Preis.

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Erste Male in meinem Leben…

Sonntag, 19.04.20. Bielefeld.

Kurzes Vorspiel: Es geht hier nicht um Sex! Und das Wort Sex erwähne ich auch nur, damit die Suchmaschinen diesen Artikel besser finden. Fertig.

Je älter ich werde, desto mehr nehmen die ersten Male ab, an denen ich etwas noch nie im Leben zuvor Getanes erlebe oder schaffe, vor allem, was die positiven Dinge betrifft. Bis zum 20sten Lebensjahr ändert man sich selbst ständig und die Welt um einen herum mit (oder man blickt anders auf die gleichbleibende Welt). Ab 30 sind es weniger Änderungen. Spätestens ab 40 merkt man, wie Änderungen in eine andere Richtung absinken. Und jenseits der 60, was erwartet man da? Den ersten Herzinfarkt?

Bevor meine Stimmung ins Negative umzukippen droht…, heute gab es zwei erste Male, die mich freuen! Das Eine hinterlässt einen faden Beigeschmack aufgrund einer Erkenntnis, daher bin ich mir nicht so sicher, wie es bewerten soll.

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Eine nasse Wand – Ich habe einen Wasserschaden im Bad

Donnerstag, 19.03.20. Bielefeld.

Mir stehen zwei freie Tage bevor. Eigentlich ein guter Anlass, um in meiner Wohnung etwas aufzuräumen. Für mein Arbeitszimmer plane ich seit Längerem ein weiteres Bücherregal. Dann hätte ich zwei Wände voller Bücher. Dazu möchte ich einen kleinen Teppichausläufer mit einem kuscheligen Lesesessel, genauer einem Ohrensessel, darauf kaufen und natürlich eine wunderschön gebogene Stehlampe an der Seite haben.

Meinem ersten Schritt zum Glück stehen die kniehohen Einzugskisten im Weg. Nach fast drei Jahren, nein vier Jahren – wow, so lange bin ich schon in dieser Wohnung –, wird es Zeit, diese Kisten wegzuräumen. Und dann passiert mir das!

Kaum, dass ich die erste Kiste beiseite ziehe, entdeckte ich eine bräunliche Verfärbung der Tapete – eine nasse Wand!

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Die Dunkelheit und das Leuchten im Bad

Dienstag, 17.03.20. Bielefeld.

Mein Bad ist ein dunkler Ort.

Nein, nicht, weil dort schmutzige Sachen passieren – die Umkehrung dessen ist bekanntlich auch eine wichtige Funktion –, sondern weil es klein ist und es zusätzlich mit einem kleinen, schicken Fenster gesegnet wurde, das sich aus dem Licht aus einer Häuserschlucht speist, die zwei eng aneinandergrenzende Häuser bilden, welche sich trotz allem nicht zu nahe kommen möchten.

Das Licht aus diesem Häuserspalt ist häufig knapp und daher brauche ich zusätzliches Licht.

An diesem Ort also passiert mir etwas, das man sonst aus Blondinenwitzen mit Glühbirnen kennt. Denn die Lichter an meinem Badezimmerspiegel geben einer nach dem anderen den Geist auf und so muss ich zumindest eine austauschen.

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Du hast plötzlich eine Million! Was machst du?

Freitag, 13.03.20. Gütersloh.

Büro Raum ██.█.███

»Was machst du, wenn du jetzt eine Million Euro bekommen würdest?«

Ähm, was?! Wie kommt man auf so eine Frage? Und wieso stellt Mr. No Buffer Stock (NBS) sie gerade mir? Und zu dieser Zeit?

Ich weiß es nicht mehr und erinnern kann ich mich auch nicht daran. Warum auch? Ohnehin ist es viel zu früh für ein tiefgründiges Gespräch am Morgen, denn es ist Morgen. Daher ist es eigentlich viel zu früh für jegliches Gespräch. Vor allem an einem Freitag. Wie immer bin ich selbst schuld daran, denn ich bin ja zu ihm ins Büro gegangen, um ihn etwas zu fragen, an das ich mich auch nicht mehr erinnere.

Aber an seine meine erste Million, die man nicht hat ich nicht habe und gerne hätte, an die erinnert man sich gerne erinnere ich mich. Es war ein Moment absurden Abschweifens, fernab jeglicher Realität, daher träumbar. Kühn, anmaßend und völlig bescheuert. Ein Balancieren am Rande eines Abgrunds, bei dem man hineinspringt und beim Fallen das Gefühl des Absturzes leicht mit dem Gefühl des Weit-Oben-Von-Allem-Seins verwechselt. Denn – seien wir mal ehrlich – wer von uns glaubt nicht, dass er oder sie es irgendwann zum Millionär schafft, wenn nicht zu mehr?!

Die Antwort auf seine Frage ist – man glaubt es kaum – anstrengend, zumindest wenn man sich ernsthaft Gedanken dazu macht und das Millionärsein gedanklich durchspielt.

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