Wieder ein Paar beim Fitness

Sonntag, 14.04.19. Bielefeld.

Ich weiß nicht, ob es an meinem gestrigen Artikel über Paare beim Fitness liegt oder der Art, wie sich der junge, schlaksige Kerl dem Nebenraum beim Fitness annähert. Zaghaft wie ein scheues Reh, das bereit ist, sofort die Flucht zu ergreifen, blickt er in diesen Raum hinein, das vorwiegend für das Training der Beine benutzt wird. Squats bis zum Erbrechen.

Ich hingegen bin an der Flachbank und rudere gerade mit den Armen in der Luft durch den Raum. Aufwärmen fürs Brusttraining. Dann sehe ich, wie er erfreut jemanden entdeckt und einen Moment zögert, bevor er losgeht.

Obwohl ich wieder keine Brille trage, nehme ich zu viel wahr – oder bilde es mir ein. Eine junge Frau hält eine mit großen Gewichten bestückte Langhantel vor sich und macht Kreuzheben. Auf sie geht er zu.

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Die Verwandlung der attraktiven Frau in drei Sätzen

Freitag, 05.04.19. Bielefeld.

Trippel, trippel, trippel.

Es ist nicht leicht, andere zu ignorieren. Beim Training kann ich zumindest meine Brille im Spint wegschließen und schon verblassen alle anderen zu verschwommen Gestalten. Es ist wie ein Filter für meine Augen, der die Welt ein wenig dämpft und ich unter Leuten ein bisschen für mich alleine sein kann.

Vielleicht genau wegen dieses unscharfen Filters fallen mir Dinge auf, die bei höherer Auflösung im Detail untergehen würden, weil mich das Äußere wie bei dieser attraktiven Blondine ablenken würde.  Erstaunlicherweise kann man anhand der Silhouette, der Haltung und am Gang erkennen, ob eine Frau attraktiv ist bzw. sich für attraktiv hält.

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Ich, mein Köper und das Bett

Donnerstag, 21.03.19. Bielefeld.

Ich habe Probleme im Bett.

Ich wache zu früh auf, meistens so gegen 5 Uhr, und daran scheint nichts etwas ändern zu können. Daher versuchte ich, meinen Körper zu überlisten und ging gestern früher ins Bett. Es war vor 22 Uhr. Ich dachte an entspanntes Zu-Bett-Gehen, in Ruhe ein Buch lesen und ein wenig in Gedanken den Tag Revue passieren. Das klang so wundervoll! Doch kaum lag ich im Bett, schlief ich ein und wache mitten in der Nacht auf. So ein Mist!

Ich greife nach dem Smartphone, um mir Gewissheit zu verschaffen und ein gnadenloses 3:38 leuchtet kalt auf dem Display auf. Zu früh, um aufzustehen, zu spät, um weiterzuschlafen. Dennoch drehe ich mich zur Seite und versuche, weiter zu schlafen. Es gelingt mir nach einer gefühlten Ewigkeit, aber da meldet sich auch schon mein Smartphone. Ich wache auf wie besoffen und der Morgen fühlt sich zum Kotzen an.

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Über das wir nicht schreiben

Donnerstag, 14.03.19. Bielefeld.

Heute wieder »Manhunt: Unabomber« auf Netflix weitergeschaut. In der Miniserie geht es unter anderem um den FBI Agenten Jim Fitzgerald, der anhand der Texte des Unabombers mittels forensischer Linguistik ein Profil von ihm erstellt. In Folge 5 der 1sten Staffel fragt sich Jim Fitzgerald sinngemäß:

Was sagt das über ihn aus, worüber er nicht schreibt?

Die Frage fand ich sehr interessant, so dass sich sie mir notierte. Ich mache mir überall und jederzeit Notizen, die kaum das Licht der Online-Welt erblicken, aber dieser eine Satz hat es geschafft.

Stell dir doch mal vor: Was für ein Bild hat jemand von dir, wenn er oder sie alles von dir liest?

Seit genau neun Jahren schreibe ich schon Artikel in meinem Blog.

Was also würde jemand über mich denken, der alle meine Artikel hintereinander liest?

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