Sonntag, 05.01.20. Bielefeld.
Das alte Jahr ist hinüber
und das Neue hat begonnen. Applaus. Und wie jedes Jahr um diese Zeit denke ich
über mein Leben mit all seinen Verwirrungen, Verwerfungen und Wendungen nach. Ist
mein Leben gut und bin ich gut zu meinem Leben? Was ist der Sinn und was soll
der Scheiß?
Also jene tiefgreifenden,
sinngebenden Fragen, die an der Oberfläche kratzen und niemals bedrohlich werden,
aber mein Leben dennoch bedeutungsvoll erscheinen lassen und mir das Gefühl von
Tiefe geben.
Kurzum, es ist wieder die
Zeit, in der hoffnungsvolle Vorsätze reifen und das schlechte Gewissen betüddeln.
Denn, seien wir ehrlich, zu mehr reicht es nicht und – Denkpause – was bliebe,
würde der Vorsatz tatsächlich umgesetzt werden? Genau, man verlöre den
liebgewonnenen Vorsatz, der einen all die Jahre hindurch treu begleitet hat.
Ich finde es ohnehin
seltsam, dass Menschen mit ihren Vorsätzen bis zum Jahresende bzw. -beginn warten.
Wenn es einen Zeitpunkt gibt, in der Geduld völlig unangebracht ist, dann dieser.
Und, warum müssen diese Vorsätze gut sein? Warum also nicht böse?
Bevor ich Beifall aus der falschen Ecke bekomme, ich meine nicht »böse« im kriminellen Sinne!
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