Die Statistik ist der natürliche Feind des Menschen! Ein populäres Beispiel dafür sind die Ausführungen von Sarazin [1]. Man schenkt ihnen einfach Glauben, sofern die Zahlen die eigene Meinung bestätigen oder augenscheinlich plausibel klingen.
Aber auch wenn Menschen selbst Wahrscheinlichkeiten einschätzen sollen, liegen sie gerne und oft daneben. So jüngst geschehen bei einem Interview in der SUN [2], das ein englisches Paar gab.
Als Baby habe ich immer geweint, wenn ich Hunger hatte oder mich nicht wohl fühlte. Als Kind weinte ich dann immer wenn ich Dinge tun musste, die ich nicht wollte, beispielsweise wenn ich mich fotografieren lassen musste (siehe Foto) oder zum Arzt gegen meinen Willen geschleppt wurde und dann noch eine Spritze bekam.
Irgendwann zwischen meinem 3ten und 4ten Lebensjahr fragte ich mich dann, warum ich weine und das ich damit eigentlich nichts verhindere, zudem empfand ich das Fotografieren und den Arztbesuch gar nicht so schlimm. Seitdem habe ich dann mit dem Tränenvergießen aufgehört. Wir Männer weinen nämlich nie! Schon gar nichts als Erwachsene! Und erst recht nicht in Gegenwart anderer! Nur nachts, heimlich in einer dunklen Ecke im Zimmer wo uns keiner sieht!
Wie riechen traurige Tränen
Vermutlich aus diesem Grund untersuchten israelische Wissenschaftler nur die Wirkung der Tränen von Frauen! Sie wollten herausfinden, was die Tränenflüssigkeit bei uns Männern bewirkt!
Dafür ließen sie mehrere Frauen traurige Filme sehen, die sie zu Tränen rührten. Diese Tränen wurden von den Wissenschaftlern eingefangen. Als erstes sollten die männlichen Probanden an zwei Proben riechen. Bei der einen handelte es sich um die Tränenflüssigkeit und bei der anderen um die Kontrollsubstanz aus einer Salzwasserlösung. Die Männer konnten nicht herausriechen, bei welchen es sich um die Tränen handelte.
Ich bin ihr wieder begegnet. Wir hatten uns nicht wirklich verabredet. Es war vielmehr ein mehrfaches, beiderseitiges „bist du auch da?“ begleitet von einem Ja, das dem Treffen vorausging.
Wir liefen uns dann wie erwartet in der Disco über den Weg. Sensibilisiert durch die vormalige Erfahrung achtete ich jetzt bewusst auf ihr Äußeres, besonders auf ihre Kleidung.
„Am dicksten und fettesten ist es an der weiblichen Brust und Bauch, an den Oberschenkeln, kurz, überall, wo ein bisschen was los ist für Herz und Hand.“
Dr. Behrens aus Th. Manns „Der Zauberberg“
Irgendetwas stimmt hier nicht. Ich komme nur nicht darauf. Schaue konzentrierter hin, erkenne nichts.
Höre ihr weiter zu. Sie ist attraktiv. Stillvoll gekleidet, wirkt selbstbewusst. Alles scheint zu passen. Trotzdem, jetzt wo dieses unbestimmte Gefühl in mein Bewusstsein gespült wurde, lässt es mir keine Ruhe mehr. Nur greifen kann ich es noch nicht.
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