Noch immer liegt kein Schnee. Noch immer sind die Temperaturen für einen Winter zu warm als hätten wir bereits den Frühling. Setzlinge haben sich bereits in den milden Winter verirrt. Eben dorthin hätte der junge Mann eher hingepasst, als er im Schutze der trügerischen Wärme des Alkohols auf einer Parkbank schlief, die sich inmitten des kältesten Winters befand, an den ich mich erinnern kann!
Wir belagern uns schon nahezu fünf Tage lang. Bisher ging ich als Sieger hervor. Ok, ich gebe zu, schwache Momente hatte ich bereits. In köstlichen Farben malte ich mir aus, wie ich die großzügige Pappe, ein Meisterwerk der Verpackungskunst, langsam öffne. Durch die Folie glitzert es golden und die Halbkugeln aus Caramel, bedeckt mit einer dunkelbraunen Schokoladenschicht, lächeln mich verführerisch an! Wer die Folie öffnet, dem strömt eine leckere Duftmischung aus Caramel, Nugat und Haselnüssen entgegen. Das Wasser in meinem Mund bereitet sich auf den imaginären Moment vor, in dem die Köstlichkeit auf meiner Zunge zergeht. Ich bin kurz davor, nur einen davon zu essen. Kann denn nur eins oder vielleicht doch zwei Sünde sein?
Wir haben noch nie gemeinsam Ouzo getrunken, aber dafür alles andere! Er ist ein langjähriger Freund und immer wenn das Thema auf Griechen und Türken kommt, dann ist schnell klar, wer sich auf wessen Seite schlägt.
Als ich ihm kürzlich wieder begegnet bin, da dachte ich, ich könne ihn etwas ärgern in dem ich die aktuelle Krise in Griechenland anspreche, um mich dann allerdings entgegen der üblichen Gepflogenheiten auf seine Seite zu schlagen.
Doch hörte ich zu meiner Verwunderung keine Erwiderung, sondern eine Zustimmung! Die überbordende Bürokratie, holte er aus, der fette Staatsapparat mit ihren üppig besoldeten Beamten, die Korruption und und und… Er zählte die Punkte routiniert auf. Es schien nicht das erste Mal zu sein. Sein Lachen klang dabei verächtlich, resigniert und unterdrückte kaum seine Verärgerung.

Departed – (c) copyright 2006 by Warner Bros. Pictures Es sind Kleinigkeiten in unbedachten Momenten, in denen der Charakter eines Menschen sich uns für einen kurzen Augenblick zeigt. Diese Momente gewähren uns einen kleinen Einblick, wie dieser Mensch zu uns und zu sich selbst steht.
„Das bin ich“, antwortet sie zaghaft bevor er überhaupt eine Frage gestellt hat. Es ist ihr Bild, auf dem sie als kleines Kind dem Betrachter offen und unbeschwert entgegen lächelt. An der unscheinbaren Wand direkt neben dem Türrahmen und der Gardine hängt es vereinsamt herum. Es hängt unten. Weit unten, ungewöhnlich weit unten. Es hätte auch direkt auf der Kommode stehen können. Es fällt kaum auf. Doch Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) entdeckt es, während er sich verlegen im Zimmer umschaut, denn eigentlich dürfte er nicht hier sein, eigentlich dürfte sie nicht hier mit ihm alleine sein.
Bevor ich letzte Woche „Hangover 2“ [1] mir angeschaut hatte, fragte ich eine Freundin wie sie den Film fand. Sie fand ihn lustig aber nicht so lustig wie Teil 1. Und dann erzählte sie mir von ihrer Verwunderung, wie klein doch der Penis des Asiaten gewesen sei und dabei war viel Mitleid aus ihrer Stimme herauszuhören. Penis? Was hatte das mit dem Film zu tun! Ich ignorierte diesen Teil ihrer „Filmkritik“. Doch nachdem ich den Film sah, fiel mir das wieder ein.
Gleich zu Anfang des Films finden die Akteure etwas Merkwürdiges auf dem Boden liegen. Etwas ziemlich Kleines, hautfarbenes ragt zwischen den Bettdecken aus etwas Schwarzem undefinierbar heraus. Ratlos wie Kleinkinder stehen sie drumherum und betrachten es. Spielen damit. Nach mehrmaligen Befummeln vermutet Alan, es handle sich dabei um einen Pilz. Also presst er es wieder zwischen Daumen und Zeigefinger, um dann an seinen beiden Fingern zu lecken. Schmecken kann er allerdings nichts. Bevor sie sich weitere Fragen stellen und weitere Untersuchungen durchführen können, springt mit einem Mal ein kleiner Asiate hoch. Er hatte bis eben noch nackt unter der Decke geschlafen, wurde aber gerade durch die unsanften Berührungen an seiner Eichel geweckt!
Das sollte nicht das einzige Mal sein, in dem ein Penis im Film auftauchen sollte. Der Untertitel des Films hätte auch „Große amerikanische Jungs spielen mit kleinen asiatischen Pimmeln“ lauten können und wäre eine wahre Fundgrube für Psychoanalytiker!


