Texte sind Selfies von der Seele.
Ändies Augenlider schossen weit auseinander. Er schaute mich irritiert an, als ich ihn darauf ansprach. Er wurde meinem Team zugewiesen und sollte uns fachlich in Mexiko unterstützen.
Zufällig im Vorbeigehen am Kaffeevollautomaten erfuhr ich davon. Dem Ort, wo Gerüchte herumschwirrten und sich unheilvoll sammelten, um sich anschließend in den Gedanken eines Ahnungslosen zu verbreiten.
Eigentlich könnte ich jeden Tag eine Stunde länger schlafen, aber mein Körper ignoriert die Zeitumstellung, die arrogante Sau! Später schlafen zu gehen ist dabei völlig ok.
Ich schaute auf mein Smartphone: 3 Uhr 47. Gibt es etwas Schöneres als frühes Aufstehen an einem freien Tag? Denn wann sonst hat man so viel Stunden ungenutzter Zeit vor sich! Also begann ich zu lesen (ich habe immer mindestens ein Buch griffbereit im Bett).
An sich bin ich morgens meistens recht fit, egal, wann ich unfreiwillig aufwache, solange ich nicht erneut einschlafe. Ich schlief dann ein und wachte als Untoter auf (immerhin nicht als Blödmann).
Bielefeld heute. Bekanntermaßen sollte man seine Liebe nicht an einen Brückentag hängen.
Aber meine Haare brauchten eine Frisur – eine Art Rettungsanker für mein Gesicht, daher hatte ich anderes im Kopf, außerdem war ich beim letzten Brückentag bei IKEA und nicht wie jetzt in der Bielefelder Innenstadt.
So lief ich mit dem Kopf in Gedanken durch die Stadt und erinnerte mich, dass wir jetzt wie jede große Allerweltsstadt ein Shoppingcenter haben: Das Loom.
