Den ganzen Tag lang fühlt sie sich nicht gut. Viele Gedanken, Sorgen und Probleme schwirren kaum greifbar in ihrem Kopf umher. Vor allem um ihn. Auf den Film heute Abend hatte sie sich deshalb besonders gefreut, erhoffte sie sich doch davon etwas Ablenkung – vielleicht auch etwas Nähe. Sie sind nur wenige Jahre verheiratet und das war es schon?
Kategorie: Social Life
Als er die saftige Wassermelone auf dem reichhaltigen Buffet sah, erinnerte er sich, wie Ira erst kürzlich erwähnte, dass sie sich im Sommer besonders auf die Wassermelonen freue. Daraufhin hatte er sich fest vorgenommen, diese Woche auf den Markt zu gehen, um sie damit zu überraschen. Aber das hatte er zeitlich nicht geschafft.
Jetzt also stand er hier, mit zwei kleinen Teller in den Händen und schnitt zwei große Scheiben von der Melone ab. Dann suchte er noch etwas dekoratives, drapierte den Teller liebevoll und blickte sich dann um. Ira saß wenige Meter von ihm entfernt auf einem kargen Holzstuhl, die Beine übereinander geschlagen und unterhielt sich angeregt mit Frida, die auch zu Gast auf dieser Party war. Er lächelte. Das tat er immer, wenn er sie sah. Auch freute er sich auf ihr überraschtes Gesicht. Auf dem Weg zu ihr griff er noch nach zwei Servietten.
Judo, das klang für mich alles andere als cool. Als ich mich als Jugendlicher dafür einschrieb, wusste ich nicht einmal, dass es sich um eine Kampfsportart handelt. Damals begeisterte ich mich für Kung Fu, angeregt durch Bruce Lee und Shaolin Filme. Judo hingegen war „der sanfte Weg“. Keine Schläge, Tritte oder beeindruckenden Bewegungen. Die Kunst bestand vielmehr darin, durch Nachgeben einen Sieg über seinen Gegner zu erringen. Man nutzt die Kraft des manchmal viel kräftigeren Gegners aus. Vielleicht gibt man ihm einen kleinen Schubs, um ihn in die richtige Richtung zu lenken. Besiegt ihn mit minimalstem Aufwand und maximalstem Effekt. Im Grunde etwas wie die Kunst, den Gegner sich selbst besiegen zu lassen ohne ihn dabei zu verletzten!
Es dauert seine Zeit, bis ich Judo und die in ihm innewohnende Haltung zu verstehen und zu schätzen verstand. Nur dass sie mir kürzlich auf der Autobahn helfen würde, damit hätte ich nie gerechnet! Nun, im Autoverkehr von Gegnern und Kampf zu sprechen klingt nicht ganz richtig, aber so falsch fühlt es sich dennoch nicht an.
In letzter Zeit diskutieren wir mal häufiger wieder über das Reichwerden oder wie man eine Idee entwickeln könnte, um an die erste Million zu kommen, die bekanntlich die schwierigste sei. Häufig passiert das, wenn irgendwo ein neues Startup an die Börse geht und neue Millionäre schafft.
Daher sei das Internet ja ein Beispiel dafür, wie leicht das gehen könnte!
Seit Jahren spiele ich hierbei die Rolle des Spielverderbers und erinnere daran, dass die Idee vor dem Geldverdienen kam und nicht umgekehrt. Dass jene erfolgreich waren, die in erster Linie begeistert an ihrer Idee gearbeitet, sich voll und ganz dem gewidmet und sich nicht von Niederlagen entmutigen lassen haben. Der Erfolg kam danach, war aber nicht das primäre Ziel. Natürlich gibt es genug solcher Geschichten, die nicht durch finanziellen Erfolg gekrönt werden, nur sie sind kein Teil jener Erfolgsgeschichten, die ins Bewusstsein der Menschen dringen und gerückt werden. Daher gehören auch Zufall und Glück zum Können dazu.
Aber warum gerade wir nie zu Millionären werden, das veranschauliche ich durch folgendes, vereinfachtes Gedankenspiel, woran etwas „so simples“ „einfach“ scheitern kann.
Noch immer liegt kein Schnee. Noch immer sind die Temperaturen für einen Winter zu warm als hätten wir bereits den Frühling. Setzlinge haben sich bereits in den milden Winter verirrt. Eben dorthin hätte der junge Mann eher hingepasst, als er im Schutze der trügerischen Wärme des Alkohols auf einer Parkbank schlief, die sich inmitten des kältesten Winters befand, an den ich mich erinnern kann!