Nein, diesmal geht es nicht wieder um mich, sondern um die Lebensmittel, die ich esse. Seitdem meine Schwester neben ihrem Studium bei einem Lebensmittel-Discounter arbeitet, erhält sie vergünstigt oder kostenlos Lebensmittel, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen. Um mir eine Freude zu machen, bringt sie mir immer wieder mal Süßigkeiten mit – eine Schwäche, die wir teilen. An sich eine sehr liebenswerte und aufmerksame Geste, wenn es da nicht die beiden Dinge geben würde, die beim Verzehr meinen Geschmack etwas trüben.
Kategorie: Allgemein
Die Kunst, sich selbst ins Knie zu fi**en, beherrsche ich nicht – ich finde den Eingang nicht. Aber es gibt jetzt die Brexit-Vorbilder wie Premierminister David Cameron oder den Ex Londoner Bürgermeister Boris Johnson, die gezeigt haben, wie das geht. Die Gesichter, die sie dabei ziehen, zeugen nicht von Spaß. Scheint also nichts Nachahmenswertes zu sein.
Es ist wohl ein typischer Reflex, statt die Probleme in der EU anzugehen, sich lieber beim Brexit mit der Schuldfrage zu beschäftigen und Schuldige zu suchen.
Aktuell klingt es so, als hätten die Alten die Jungen um ihre Zukunft beraubt – also das leidige Thema »Alt gegen Jung«, let the battle begin! Für das Argument werden die Zahlen von YouGov verwendet, die aus einer Umfrage stammen (genau, es ist eine Umfrage und keine Fakten):
Wenn mich jemand fragte, ob ich Deutscher oder Türke sei, fand ich immer ein wenig Trost in der Antwort »Ich bin Europäer« (auch wenn die Türkei vermutlich nie in die EU kommen wird).
Daher finde ich den Ausstieg Großbritanniens aus der EU traurig und bin ein wenig darüber überrascht. Vielleicht nicht so viel wie David Cameron, aber der hat es meiner Ansicht verbockt. Er hat unfreiwillig das Kunststück vollbracht, bei seinem eigenen Rettungsversuch gleich eine ganze Insel zum Absaufen zu bringen. Die Wellen, die es dabei schlug, erreichen auch Europa.
Vielleicht hätte er kein Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in Europäischen Union stellen sollen. Vielleicht, denkt er sich, ist das Dumme an einer Demokratie doch seine Menschen. Oder ist die Schwäche der Demokratie sein Volk und ebenso seine Stärke?
Joachim Gauck stellt sich nicht für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Verfügung, und ich finde das gut.
»Freiheit«. Wenn ich an Gauck denke, erscheint das Wort sofort in meinem Kopf.
An sich ist Freiheit etwas Gutes, doch wenn ich Joachim Gauck von »Freiheit« reden höre, muss ich unweigerlich an einen anderen Mann aus dem Osten denken. Vor Jahren stolperte ich nämlich per Zufall über ein Interview, in dem ein Ostdeutscher sinngemäß sagte:
»Ja, wir dürfen jetzt überall hinreisen, aber haben kein Geld dafür. Also können wir nirgends hin.«