Nachwehen meines kritischen Facebook-Artikels

Montag, 11.03.19. Bielefeld.

Gestern heulte der Wind mahnend in den Häuserschluchten auf. Und heute wirbelte er überraschende Schneeflocken um mein Bürofenster, um dann mit dem Regen zu tanzen. Allein das Donnerwetter fehlte.

Nur Nachwehen, die gab es zu meinem Artikel »Möchten Sie Facebook wirklich löschen?«. Auf Facebook kommentierte jemand den Artikel. Darin werden zwei nachdenkenswerte Punkte angesprochen, die ich hier aufgreifen werde. Hier der Kommentar (unverändert):

T.L.: Irgendwie dämlich, dass Du diesen Artikel gerade auf Facebook teilst. Dadurch wirst Du für mich unglaubwürdig. Du schreibst zwar:
„Ich benutzte Facebook ausschließlich, um meinen Blog zu promoten. Die Reichweite von Facebook ist beeindruckend!!! Dafür eignet es sich hervorragend.“
Wenn aber alle so denken, dann ist diese Option auch bald Geschichte. Und insgeheim ärgere ich mich gerade, dass ich Deinen Artikel überhaupt gelesen habe, aber das ist ja meine eigene Schuld.

T.L. findet mich unglaubwürdig, weil ich meinen Facebook-kritischen Artikel auf Facebook teile. Zum anderen kritisiert er meinen Umgang mit Facebook, weil mein Verhalten seiner Ansicht nach Facebook »schaden« könnte (meine Interpretation seines letzten Absatzes).

„Nachwehen meines kritischen Facebook-Artikels“ weiterlesen

Wochenrückblick 14|2018 – Joggen, Instagram & Hasskommentare

Heute Morgen kurz vor sechs Uhr aufgewacht. Das Morgenlicht stahl sich durch die offen gebliebenen Ritzen in den Jalousien in mein Schlafzimmer. In der Ferne torkelte betrunken vor Liebe oder einem anderen Cocktail im Blut ein Mann durch die Straßen und brüllte mal zärtlich mal wütend nach seiner Liebsten.

AAADRIIAANNN!!! Ich lauschte ihm noch ein wenig und musste an Rocky denken. Irgendwann verstummte es zu einem weinerlichen Wimmern und verschwand dann.

Dazwischen zwitscherten aufgebrachte Vögel wild durcheinander. Vermutlich fühlten sie sich von dem seltsamen Balztanz bzw. seinem arrhythmischem Werbegesang bei ihrer Morgentoilette gestört und formierten sich zum Gegenschlag. Seit Alfred Hitchcocks »Die Vögel« begannen sich einzelne Vogelgruppen zu militanten Gangs zusammen zuschließen. Achte auf die Zeichen auf deinem Auto!

Mir jedoch war das egal. Ich war gut gelaunt. Man könnte sagen, ich habe f-a-s-t durchgeschlafen. Sechs bis wohlwollende sieben Stunden! Der Trick lag in den drei Stunden Schlaf des Vortags. Unter dem Eindruck dieser guten Laune habe ich mich zu einem Wochenrückblick entschlossen.

Bisher habe ich solche Texten vermieden, hielt ich sie für langweilig. Was verständlich ist, denn ich habe meine Woche bereits erlebt. Aber dann fiel mir ein, dass ich selbst bei anderen gerne diese Art von subjektiv gefärbter Zusammenfassung oder Zusammenstellung diverser Themen gerne lese. Und vielleicht findet sich der eine oder andere Leser, dem mein Text gefällt. (Ich habe zwei Leser. Wenn dieser Text einem meiner Leser gefällt – also dir!, dann finden ihn 50% gut! Eine tolle Quote.)

Das tolle an diesem Format ist, ich kann hier über verschiedene Themen berichten, die ich nicht für einen einzelnen Blog-Post geeignet halte. Außerdem wird sich immer etwas bis zum Wochenende finden lassen, worüber ich etwas schreiben kann – so meine Hoffnung, aber warten wir noch auf die Enttäuschung.

In diesem Wochenrückblick geht es um die Oberflächlichkeit, Strategien auf Instagram und (Hass-)Kommentare auf Facebook zu einem meiner Artikel.

Here we go.
„Wochenrückblick 14|2018 – Joggen, Instagram & Hasskommentare“ weiterlesen