Zärtlich tastet sich die Zunge an das rosafarbene Fleisch. Das Aroma ist etwas für spezielle Liebhaber. Bei dieser erotischen Spielart leckt die Zunge den Teil des Arsches, der sich der Welt öffnet. So ekelhaft die Vorstellung für viele von uns sein mag, dürfte die Anzahl der Darmbakterien, die in diesem Moment oral aufgenommen werden um ein vielfaches geringer sein als der Biss in den Burger einer Ratinger Burger King-Filiale 1. Dazu müsste man wirklich sehr tief eindringen.
10:00 Uhr. Meeting. In aufgeklappten Reihen säumen die dunklen Bücher aus Plastik die Tische. Summen mit leisen Gesängen vor sich hin. Manche leuchten hell auf, andere haben sich in den Schlaf-Modus begeben. Doch alle warten sie geduldig auf den Moment, wo sie mit Aufmerksamkeit belohnt und mit Klicks gefüttert werden.
Klick. Finger hauen begierig in die Tasten. Klack. Mails werden abgerufen. Klack, klack. Lesen. Klack. Beantworten. Klack. Neues schreiben. Klick. Nur ich, sitze dort am Ende des Tisches ohne ein Laptop, nur mit meinem Schreibblock und einem Stift in der Hand.
Hinter der schönen, bunten Fassade versteckt sich etwas. Natürlich freuen wir uns über das schön-verpackte Geschenk und dessen Inhalt. Die neue Facebook-Funktion, die Freunde in der Nähe anzeigt, klingt gut, hat aber wie vieles ihre dunkle Seite.
Stellt dir vor, du sitzt auf der Donnerschüssel und Facebook sagt dir, dass dein Kumpel gleich neben dir kackt. Sofort könnt ihr ein Furzcontest einleiten. Das ist lustig. Also spielen wir mal weiter…





