
In meinen Reisen durch die ergründlichen Weiten des Internets – vor allem auf Flirtseiten – bin ich immer wieder einem Phänomen begegnet:
…aber keine für Pralinen – wer das behauptet, hat noch nie welche gekauft. Es gleicht vielmehr einer Schachtel aus einer Fast-Food-Kette. Heute war ich bei McDonalds.
Malia hörte ich bereits an der Tür, bevor ich die Party betrat. Sie saß in der Küche, gestikulierte und diskutierte laut. Auf der Privatparty kannte ich niemanden, aber mein Kumpel Jimmy wollte unbedingt dorthin. Vorsorglich schraubte er meine Erwartungen so weit herunter, dass es nur noch aufwärts gehen konnte. Als ich sie dann sah, war ich von ihr sofort angetan. Sie war einfach sehr hübsch.Die Erinnerung ist ein wohlgefälliger Egoist, der sich nicht im Geringsten um das Wirkliche und Wesentliche schert. Sie speist sich aus subjektiven Höhepunkten, dessen Logik sich nicht dem Erinnernden erschließt. Immer, wenn ich an jenen Abend zurückdenke, fällt mir stets diese verdammte Pizza ein.
An jenem Abend überraschte mich Sybilles Anruf mitten in der Woche, als ich bereits mit dem Tag abgeschlossen hatte. Sie werde gleich nach Bielefeld kommen, sagte sie. N. musste zum Zahnarzt. Sie erwähnte irgendetwas mit Weisheitszähnen, Betäubung und dass N. dann nicht mehr selbst fahren könne. So genau hörte ich nicht zu. Die überraschende Aussicht auf Sex ließ bei mir alle anderen Themen… Ich hätte besser zuhören sollen, denn mir stand auch eine besondere Behandlung bevor.



