»Bist du sauer?«
schreibe…
lösche…
offline…
online…
offline…
online…
schreibe…
lösche…
schreibe…
offline…
online…
offline…
online…
lösche…
offline…
online…
schreibe…
schreibe…
schreibe…
»Nein.«
Inspiriert durch mein Twitter

»Bist du sauer?«
schreibe…
lösche…
offline…
online…
offline…
online…
schreibe…
lösche…
schreibe…
offline…
online…
offline…
online…
lösche…
offline…
online…
schreibe…
schreibe…
schreibe…
»Nein.«
Inspiriert durch mein Twitter
Deine Nachricht öffnen. Wieder.
Lesen und leise verzweifeln.
Und das Smartphone verärgert wieder weglegen.
Und es trotzdem nicht loslassen können.
Dann wieder danach greifen, als würde es mich hinüber zu dir retten.
Wieder deine Nachricht öffnen und im hellen Schein des Displays die Worte eingehend studieren.
Zwischen deinen Textzeilen die eigenen Wünsche und Hoffnungen hineinlesen (und die Angst auslassen).
Das Smartphone wieder weglegen, aber diesmal energisch, als wollte ich dem Smartphone etwas beweisen.
Und wieder deinen Text lesen und den Worten eine neue Wendung geben (nein, das passt auch nicht).
Das Gerät weglegen, um sofort wieder danach zu greifen, als hielte es mein Herz am Leben (und doch bringst du es aus dem Takt).
Ich lese wieder deine Nachricht – eigentlich kann ich sie schon auswendig, und doch schwebt auf dem Display die vage Hoffnung, dass sich hinter deinem Text eine verborgene Botschaft verbirgt (für mich). Es ist, als enthielten die leuchtenden Buchstaben deiner Worte den Schlüssel zu einem geheimen Code, der sich unbewusst in deinen Text hineingeschlichen hat und dich entschlüsselt. Doch du bleibst mir ein Rätsel.
Das Display geht aus.
Doch ich schaue immer noch auf die Stelle, wo das Licht einst war, während die Worte auf meiner Netzhaut nachleuchten. Und dann wird es dunkel. Ich starre in die Dunkelheit. Dort lauert etwas… Als plötzlich das Display mit seinem Aufleuchten und Vibrieren mich aufschrecken lässt – eine Nachricht von dir.
Gestern habe ich Martin zum Kino eingeladen, ein Teil seines Geburtstagsgeschenks aus dem letzten Jahr, das es aus Zeitmangel in dieses Jahr schaffte.
Ich kaufte die Karten für den Film »Passengers« mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. 117 min. in 3D. Der Preis überraschte mich – wieder einmal. Nehmt Ihr auch einen Kleinkredit auf, wenn Ihr ins Kino geht? Die Zinsen sind ja unschlagbar günstig! (Es gibt ja tatsächlich Menschen, die sich fragen, ob sie ins Kino gehen sollen oder lieber eine Eigentumswohnung kaufen)
Natürlich gehörte das Popcorn zum Kino dazu. Popcorn plus Getränk. Fast schon so teuer wie die Kinokarte oder ein Kleinwagen. Martin wollte nur ein Bier und ich nur Popcorn. Und während ich mir die tollen Menüs anschaute, um herauszufinden, welches Menü das ideale ist, zückte er eine Karte mit Gutscheinen heraus.
Doch leider lohnten sich die Gutscheine erst, wenn man für zwei Personen etwas kaufte. Und hier fragte ich mich, spart man wirklich oder gibt der Besucher am Ende mehr aus, weil er mehr kaufte als er ursprünglich wollte.
Nichts für mich, sondern für Paare. Zufällig stand ein Paar hinter uns. Ich drehte mich um und bot dem Mann die Gutscheine an.
»Behalt dein Müll!«
Umwege, heißt es, erhöhen die Ortskenntnis. Etwas Ähnliches gilt vermutlich auch für Streiks.
Der Streik dauerte schon eine Weile. Die junge Frau – sie war höchstens 25 Jahre alt – erzählte mir von ihrem Erlebnis mit alternativen Fortbewegungsmitteln: Einem Trip mit einem Fahrer über die Mitfahrzentrale. An sich war das nichts Erwähnenswertes oder Aufregendes, und trotzdem verwirrten mich ihre Ausführungen, dass ich immer noch darüber nachdenke, ob es an meinem Alter liegt oder dass ich das andere Geschlecht noch immer nicht verstehe. Denn was sie tat überraschte und verwirrte mich zugleich.
Was ist toll kann: Mich unglaublich über jeden Mist aufregen. Keine Ahnung, wie ich es mache. Ich kann es einfach.
Manchmal weiß ich gar nicht, worüber oder warum ich mich aufrege. Ich vermute, ich kann mich grundlos aufregen, und das regt mich jetzt auf.
Bestimmt habe ich eine Begabung dafür, dabei habe ich nichts dafür getan. Schade nur, dass mir keine nützlichen Talente in die Wiege gelegt wurden.