Ein Geschenk an die Mutter

Ein Geschenk an die MutterAls wir Kinder waren, achteten unsere Eltern genau darauf, dass wir die richtigen Freunde hatten. Die Falschen würden einen schlechten Einfluss auf uns ausüben. Raul hatte nicht die falschen Freunde – er war der falsche Freund. In der Unterstufe bezeichnete ihn seine Lehrerin als »böses Kind«, während sie ihn aus dem Gymnasium schmissen.

Als das Wort »Schwul« den Mund eines Mitschülers verließ, machte sich dessen Schneidezahn auf denselben Weg nach draußen. So leicht ihm das eine Wort fiel, so schwer folgte ihm sein Zahn. Dabei hatte er doch nur das gesagt, was auch sein Vater immer wieder sagte: wer »Raul« heiße, der sei auch schwul oder werde es irgendwann. Weder er noch sein Vater mussten sich dafür rechtfertigen.

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Gruppenkonformität oder die leere Spalte

Gruppenaustausch

„Wenn Menschen die Freiheit haben, zu tun was auch immer sie wollen, imitieren sie sich für gewöhnlich gegenseitig.“

Eric Hoffer

Begegnen sich Menschen zum ersten Mal, tauschen sie zumeist Kontaktdaten miteinander aus. Im Geschäftlichen werden Visitenkarten gereicht, im Privaten sind es auch mal Listen. Listen finden praktische Anwendungen in Gruppen.

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