Eine kleine Hoffnung mit großer Enttäuschung, bitte!

Wie jede unerfüllte Hoffnung endete meine als Enttäuschung und verblasste am Ende zu einer ernüchternden Realität, die schmerzhaft für mich war.

Die Hoffnung erinnerte mich an einen Anglerfisch, auf dessen Kopf ein Köder wunderschön wie ein Irrlicht leuchtete und die Sinne blendete. Das dicke Ende kam zum Schluss. An meiner hing noch eine weitere Überraschung: eine unerwartete Wendung. „Eine kleine Hoffnung mit großer Enttäuschung, bitte!“ weiterlesen


Das Prickeln und mein Unterwasserflirt

Meine Erinnerung ist eine undankbare Schlampe. Nie merkt sie sich das, was ich will und erinnert sich in den unmöglichsten Momenten an Ereignisse in den unpassendsten Situationen.

Heute Morgen weckte der Regen mich unsanft mit seinen lauten und stetigen Tropfen gegen meine Fensterscheibe. Haben wir nicht Sommer? Ok, die Witze über den Sommer sind so ausgelutscht wie der Sommer selbst. Doch ärgert es mich schon, dass ich an meinen Ausschlaftagen früher und leichter aufwache, als an meinen Arbeitstagen. Vielleicht versucht mein Körper mir unbewusst etwas mitzuteilen, etwas wie: Arbeit ist ungesund und widernatürlich oder arbeite nur an Wochenenden und nie in der Woche. Also eine reine und sehr vernünftige Schutzfunktion meines Körpers, tief verankert und daher leicht zu überhören.

Ich reiße die Gardinen auf und blicke hinaus durch eine mit Hunderten von Tropfen verwässerte Fensterscheibe in eine von Wellen verwirbelte Welt. Dann fällt mir die ältere Dame mit seltsam schwungvollem Gang und Haaren ein, die vor mir lief auf meinem Weg zur Arbeit diesen Montag.
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Feilschen um jeden Preis?

Ich glaube nicht an Karma oder Schicksal, aber daran, dass wer gegenüber anderen Menschen freundlich ist, immer ein Stück mehr erhält als unfreundlichere Menschen. Vielleicht handelt es nur um sehr kleines Stück und um eins, das man sich selbst am Ende macht, weil man mit einem guten Gefühl geht, aber sie reicht.

Eines dieser freudigen Kleinigkeiten erlebte ich am letzten Tag meines Urlaubs auf Rhodos in Griechenland als ich Geschenke kaufen und nicht feilschen wollte.
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Das Placebo-Bier

Anhängern der Homöopathie dürfte der Effekt längst bekannt sein. Je stärker ein Mittel verdünnt wird, umso wirkungsvoller soll er sein. Jedoch im Zusammenhang mit Alkohol dürfte das nicht wie im Folgenden evaluiert worden sein. Wir waren jung. Uns schwebte damals alles andere vor als genau diesen Hauch von Nichts unfreiwillig auszuprobieren. Abgesehen davon, die Homöopathie war damals auch noch nicht in Mode.

Unberauscht

Wir liegen am Strand und bereiten uns auf den Abend vor. Trotz rauschendem Meer und knisterndem Lagerfeuer kommt irgendwie keine richtige Stimmung hoch. Nein, nicht weil wir Männer nicht solche Momente genießen könnten! Wir hatten ja alle zur Sicherheit ein kühles Sixpack dabei. Fürs Vorglühen und natürlich gegen die Hitze. Dennoch, der Funke wollte nicht so recht überspringen – oder waren wir von den Vortagen bereits ausgepowert? Wir waren schon ein paar Tage hier in Spanien. Heute wollten wir es deshalb etwas ruhiger angehen, aber so ruhig nun wieder auch nicht.

„Uahhhhh“, gluggert es plötzlich aus ihm heraus, während er wie eine Qualle ausgebreitet daliegt und wellenförmig zu zerfließen droht. „Oh man bin ich breit“, presst er noch mit letzter Kraft heraus und scheint in sich hinein zu plumpsen. Nur die Bierflasche ragt markant aus dieser gänzlich amorphen Masse heraus. Die hält er sicher in seiner rechten Hand hoch, voll umfasst und schüttelt sie immer wieder. Sein Kopf hebt sich wieder und seine zugespitzten Lippen suchen den Flaschenkopf, nur sein Körper scheint ihm nicht ganz folgen zu wollen. „Boah“, stößt er wieder aus, „bin ich besoffen!“

Jetzt fängt er aber an zu nerven. Aber – Moment mal, denke ich mir, während ich allmählich aus der Lethargie erwache. Ja, genau, das war es! Jetzt bin ich wach. Die ganze Zeit über passte hier doch etwas nicht!

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