Wie ein Hörbuch mein Leben rettet

Donnerstag, 28.02.19. Auf der Fahrt nach Willingen irgendwo vor Brilon.

Wieder viel zu früh wach und doch kein Grund zum Jammern. Draußen angenehmes Wetter. Drinnen im Auto läuft das Hörbuch »10 Milliarden« (Amazon Werbelink) von Stephen Emmott. Informativ und stellenweise überraschend, auch wenn man es schon glaubte zu kennen. Die Mengen an Wasser beispielsweise, die zur Herstellung von »einfachen Dingen« wie Burger verschwenden werden, ist atemberaubend – es sind 3.000 Liter.

Während ich einem Argument nach dem anderen folge, frage ich mich, ob dem Autor klar ist, dass er selbst genügend Gründe nennt, warum die Menschheit niemals auf 10 Milliarden anwachsen wird. Folgt man dem Buch, dann wird weit vor dem Ende dieses Jahrhunderts – also dem Punkt, an dem die Menschheit die 10 Milliarden Marke erreichen soll – das Ökosystem Erde an irgendeinem Punkt kippen und nicht mehr genügend Nahrung (u.a. Wasser) zur Verfügung stellen.

Als der Gedanke verblasst und neue Worte zu mir durchdringen, sehe ich vor mir diese weiße Rückwand eines LKWs, dem ich schon zu lange folge. Ich schaue nach links, sehe eine leere, linke Überholspur. Ich könnte doch rüberziehen und kurzerhand den LKW überholen?

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