Gedanken an den Enden herabhängender Augen

Einige Gedanken blieben in meinem Kopf unnötig lange und blähten sich zu Problemen auf. Es wäre für mich akzeptabel gewesen, wenn sie damit keinen Raum für andere, lästige Gedanken ließen. Doch wenn es um ungewollte Gedanken ging, dann schien das menschliche Gehirn grenzenlos zu sein.

Ich war schon einen Level weiter und machte mir Gedanken über meine Gedanken, anstatt etwas dagegen zu tun. Aber vielleicht war das die Art von Denken, mit der man sich selbst gefangen nahm, indem man sich in einer selbst erdachten Endlosschleife verfing und aus der man ohne Hilfe oder Zufall nicht herauskam.

Mit vollem Kopf und verschlossenem Gesicht – denn solche Gedanken nahmen mich völlig in Beschlag – eilte ich über den Gang, als plötzlich jemand vor mir auftauchte und meinen Weg versperrte. „Gedanken an den Enden herabhängender Augen“ weiterlesen


Wie ich durch Langsamkeit unerwartet mehr Zeit gewann

Schneller, immer schneller. In atemberaubender Geschwindigkeit schoss ich die Kasseler Berge steil hinauf und hinunter durch die Kurven wie ein Wagen in der Achterbahn. Ich raste so schnell, dass sich mein Hintern vom Sitz löste und ich für eine Sekunde in der Luft schwebte, als mein Auto ins Gefälle hinabfuhr.

Ich fuhr immer am Äußersten, an der Grenze des Erlaubten und Körperlichen. Immer im Wettlauf mit der Zeit. Ich fuhr, als wäre ich einer der Bauern aus alten Gruselfilmen, der auf der Flucht vor blutsaugenden Untoten war und vor Sonnenuntergang zu Hause sein musste – bis etwas passierte.
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Parken vor fremden Häusern oder Wie ich meine Perspektive änderte

Ich mochte das nicht. Kleine Veränderungen in meiner täglichen Routine. Dann reagierte ich ein wenig gereizt. Vor allem, wenn ich anderen die Schuld dafür geben konnte. Das mit dem Zuhause-Parken war eine dieser Situationen.

Versucht ihr auch nicht, möglichst nah an eurem Haus zu parken? Vielleicht direkt vor eurer Haustür? Und je häufiger es euch gelang, desto mehr wurde es zum Teil des eigenen Besitzes(Anspruchsdenkens). „Parken vor fremden Häusern oder Wie ich meine Perspektive änderte“ weiterlesen