Gehirne, die ohne Körper weiterleben

Das, was vom freundlichen Professor Simon Wright in der Serie Captain Future übrig blieb, war nur sein Gehirn. Als der alte Wissenschaftler todkrank wurde, rettete ihn sein Freund, indem er sein Gehirn von seinem Körper trennte. Das Gehirn überlebte, und Captain Future baute Prof. Simon Wright einen Spezialbehälter, das Fliegen, Sehen, Sprechen und sich verteidigen konnte.

Ich musste sofort an ihn denken, als ich heute einen Artikel im Spiegel-Online las (ebenso an das Einmachglas mit dem Kopf von Nixon bei Futurama, aber das passt nicht so ganz).

Was so geistreich und witzig in einer Comic-Serie war, nimmt einen anderen Charakter in der Realität an. Denn Neurowissenschaftlern an der amerikanischen Yale Universität ist es erstmals gelungen, Gehirne von Schweinen ohne Körper 36 Stunden am Leben zu halten. Diese Nachricht des außerkörperlichen Lebens klingt eher nach schauriger Science-Fiction- oder mehr nach einem Horrorfilm.

Lebendig begraben! war eher der Gedanke, der in meinem Kopf aufschreckte, denn etwas Schlimmeres konnte ich mir nicht vorstellen. Ein Gehirn, das weder sieht, noch hört, noch riecht oder irgendetwas fühlt – außer Angst. Denn es befindet sich in völliger Dunkelheit und Isolation. Das Gehirn weiß nicht, dass es körperlos ist und niemand kann es ihm sagen!

Ich las weiter.
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Die Butterblumen des Bösen

Herr Hanswurst zählte seine Schritte als er durch die sommerlichen Gärten schritt. Eins, zwei, drei… als ihn ein Summ, Summ, Summ aus den Takt brachte.

Er blickte sich um, und seine hellbraunen Augen bohrten sich tief in die Landschaft. Aber er sah nichts. Nur Wiesen mit gelb gesprenkelten Blumen, die sich sanft im Wind wogen.

Also von neuem. Ein, zwei, drei… – summ, summ, summ. Herr Hanswurst zuckte und hielt den Atem. Da war es wieder dieses störende Summen! Wieder blickte er um sich und während seine Augen sich verengten und den Horizont absuchten, ballten sich seine Fäuste. Trotzdem sah er wieder nichts. Was hätte er auch sehen sollen, denn er wusste nicht, wonach er suchen sollte.

Gut, sagte er sich und setzte seinen Marsch fort. Vier, fünf,… summ, suMM, SUMM und dann ein PENG! Etwas knallte gegen seinen Kopf.

Ich bin getroffen!
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Bücher leben und sterben

Es ist schon so lange her, dass ich mich nicht mehr daran erinnere. In irgendeinem Buch fand ich gleich zu Anfang vor dem eigentlichen Text in persönlicher Handschrift fein notiert den Namen des Buchbesitzers und ein Datum.

Ohne zu wissen, warum, war ich davon so fasziniert, dass ich es gleich für meine Bücher übernahm. Von da an begann ich, in jedes meiner Bücher meinen Namen und das Datum einzutragen, wann ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt.

Es war wie ein »Willkommen in meiner Welt«, eine Art freundlicher Begrüßung eines Freundes, eines neuen Begleiters in einer anderen, persönlichen Welt.

Und seit heute habe ich begonnen, ein weiteres Datum in die Bücher einzutragen: Das Datum, an dem ich das Buch zu Ende las. „Bücher leben und sterben“ weiterlesen