Einen Aufreger mit Morgenverkehr zum Wachwerden, bitte!

Bielefeld an einem beliebigen Werktag. Aus einem unruhigen Schlaf wachte ich viel zu früh auf, während mein Wecker noch ahnungslos schlummerte. Ich ließ ihn weiterschlafen, denn der konnte nichts dafür. Er hat auch keine andere Wahl, wenn ich ihn abends stelle (hatte ich denn eine?).

Manchmal, dachte ich mir, will der Wecker mich doch nur mit seinen verzweifelten Schreien vor den Gefahren des Tages warnen. Aber ich hörte nicht auf ihn und lief schlaftrunken durch den lauernden Morgen mit Verkehr. „Einen Aufreger mit Morgenverkehr zum Wachwerden, bitte!“ weiterlesen


Von Waffeln und Zombies


Nicht durchschlafen, dauermüde, schlecht gelaunt, verspannt und dann noch immer wieder leicht kränkelnd – nein, ich musste keine Kinder haben, um wie ein Untoter durch den Tag zu laufen, aber dann hätte ich wenigstens eine Ausrede. Vielleicht musste man Kinder haben, um die besonderen Kräfte aus sich selbst heraus zu schöpfen, denn ich glaube, jeder von uns wächst mit seinen Aufgaben.

Ich hingegen bin nur ein Patenonkel. Dabei gibt es bei uns Türken mit Religionshintergrund keine Taufe mit Patenkind und Patenonkel.
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Abarbeitungsmodus.

In letzter Zeit stieg mein Emailaufkommen rapide an. Ich verlasse meinen Arbeitsplatz. Nur kurz. Ein Fehler. 20 neue Mails! Was ist passiert? Ist gerade die Welt untergegangen? Nein. Ein Kettenbrief mit Kettenreaktion. Normal. Die Mail sucht sich durch ein Gewirr von Menschen seinen Bestimmungsort. Bei mir wird er nicht heimisch.

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Besinnliches

Japan Santa by shibuya246

Es ist abends und ich eile noch schnell zum Supermarkt.

Von den Lautsprechern rieselt leise die Weihnachtsmelodie „Stille Nacht“. Jetzt erst fällt mir auch die Weihnachtsdekoration auf. Leuchtende Sterne. Lichterketten. Nussknacker. Farben in Weihnachtsmannrot, Engelsgold und in gesprenkeltem Weiß, das sich wie Schneeflocken gemütlich um die Waren gelegt hatte.

Nett, denke ich mir und fange an, etwas langsamer zu gehen. Nur kein Stress machen! Dann muss ich auch nicht die Frau vor mir überholen. Indes schiebt sie hastig ihren Einkaufswagen vor sich im Gang her. Stets den Kopf nach links und rechts werfend. Ihr Blick hastet von einem Regal zum anderen. Scannt in Windeseile die Waren. Mit einem Mal entdecke ich drei Kinder bei ihr, die sich zwischen ihr und dem Einkaufswagen umhertummeln.

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