Kleines Fenster am Kopf zum Menschen

Von den Bäumen lassen sich goldgelbe Blätter auf die Straße niederfallen und die Sonne schimmert durch die lichtgewordenen Baumkronen wie meine Kopfhaut durch die nusseckengroßen Geheimratsecken. Insgeheim hoffe ich, dass meine verlorenen Haare wie Blätter oder Zugvögel im Sommer wiederkehren. Das wäre so wunderschön wie der heutige Herbstsonntag, hätten wir nicht schon Winter.

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Ein freudloser Schwarm von nicht ganz frischen Zombies schleppt sich träge durch die Gegend auf der Suche nach konsumierbarem Material. Sie sind wohl auch müde so wie ich und suchen Nahrung oder anders formuliert: Motivation. „Kleines Fenster am Kopf zum Menschen“ weiterlesen

Die Geister, die ich rief

Ein grau gesprenkelter Schleier bedeckt den Himmel. Dahinter verbirgt sich grenzenlose Müdigkeit. Meine Gelenke stöhnen wie die Holzdielen unter meinem Körper. Ich wohne in einem alten Haus. Eigentlich könnte ich wieder zum Sport gehen, denke ich mir. Der Boden gibt ein wenig nach und aus den Ritzen stürmen ächzende Gedanken heraus und drängen in meinen Kopf. Dort ist es zu voll. Du wirst kein Parkplatz finden. Keine freien Geräte, um anständig zu trainieren. Neben dem dichten Gedränge an den begehrten Geräten darfst du dann den beißenden Geruch von Schweiß aus fremden Axeln einatmen. Und dann, wenn du fertig bist und nach Hause fährst, ist auch dein Parkplatz weg. „Die Geister, die ich rief“ weiterlesen