Möglichkeitsdenken oder die Vermeidung des Abgleitens ins Negative

Open your mind Möglichkeitsdenken

Irgendetwas in meinem Kopf arbeitete gegen mich. Es war nicht wirklich schlimm oder dramatisch, nur eine milde Trübung, eine Nuance ins Dunklere, ein leichtes Kippen verursacht wie durch eine minimale Verschiebung des Laufgewichts auf einer Säulenwaage zum Schlechteren. “Möglichkeitsdenken oder die Vermeidung des Abgleitens ins Negative” weiterlesen


Verschlossene Türen

In jungen Jahren voller Energie und ungebrochenem Selbstbewusstsein ärgerte ich mich über Türen, die sich vor mir schlossen. Dann schoss das Adrenalin durch meinen Körper und drehte bestimmte Regionen in meinem Kopf voll auf. Ich stand dann lange da, alleine mit meiner grenzenlosen Wut und hätte am liebsten die Tür und mit ihr die Welt aus den Angeln gehoben.

Und lange, wenn die Entfernung in der Zeit weite Strecken zugelegt hatte, kehrten meine Gedanken heimlich an manche dieser Türen so schnell zurück als wären sie niemals weggegangen und hofften, dass sie sich – wenn auch nur einen Spalt – öffneten. Wie eine Katze lauerte ich auf diesen Augenblick und merkte nicht, wie ich selbst abwesend, abweisend oder verschlossen auf andere wirkte.

Jetzt verweile ich immer besser nur einen bedächtigen Moment vor der Tür, wenn sie sich schließt. Und einen Moment lang flammt das alte Gefühl wieder auf. Aber schnell schenke ich dem traurigen Moment ein Lächeln zum Abschied und aus Dankbarkeit, dass jene Tür sich mir kurz geöffnet hatte und auch aus Freude über eine neue Gelegenheit, die etwas Besseres ankündigt. Denn abgeschlossene Türen kann ich nicht wieder öffnen, aber mich…

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