Peinlich oder doch nur falsche Höflichkeit

Der Frühling trägt seltene Blüte an einem Esstisch zu Mittag in einer Kantine beim Kunden. Das Grün einer Petersilie oder einer Brokkoli – so genau weiß ich es nicht mehr – schimmert die Illusion einer Lücke zwischen den beiden Vorderzähnen, während der Arbeitskollege mit seinem breitesten Grinsen uns anlächelt. Immer wieder lächelt er als wäre er stolz auf dieses zarte Pflänzchen, das dort dekorativ die einfallenden Sonnenstrahlen genießt. Irgendwann muss jeder dieses dunkle Grün auf seinen Zähnen gesehen haben. Aber jeder, mit dem er spricht oder die mit ihm sprechen, übergehen das wuchernde Grün.

Ich sitze am anderen Ende des runden Tisches, bis mir das Grün kotzend auf die Nerven geht – oder es ist diese Art, alles Störende oder nicht ins Bild passende einfach zu ignorieren, um so den Schein zu wahren. Man möchte doch nicht unhöflich sein!
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Wie ich mich Menschen öffnete und es in die Hose ging

Der Tag war jung und lauerte ungezogen am Morgen, während die Sonne sich noch hinter Wolken versteckte und milde Schatten auf meinen Garten warf. An jenem Tag beschloss ich generös, offener gegenüber Menschen zu sein und öffnete mich weit mehr als mir lieb war.

Es klingelte an der Tür. „Wie ich mich Menschen öffnete und es in die Hose ging“ weiterlesen