Angst, die Aufmerksamkeit erzeugt, die Angst erzeugt, die Aufmerksamkeit erzeugt…


Das Leben ist Asymmetrie. Ich erinnere mich diesen oder einen ähnlichen Satz von Thomas Mann gelesen zu haben. Stiglitz hätte ein »ebenso Informationen« hinzugefügt. Der Satz faszinierte mich sofort, denn es drückt für mich einen fortwährenden Kampf gegen das Gleichgewicht aus. Gleichgewicht bedeutet Stillstand und somit Tod.

Es gibt aber auch schlechte Formen des Ungleichgewichts, wie die der Verteilung des Vermögens oder eines, das von den bestimmten Akteuren wie ein Hamsterrad immer wieder am Laufen gehalten wird. Manchmal ungewollt und manchmal gewollt.
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Buch: John le Carré – Der Spion, der aus der Kälte kam

Wie bewahrt man sich das Menschliche in einer grausamen Welt?

John le Carré - Der Spion, der aus der Kälte kam
John le Carré – Der Spion, der aus der Kälte kam (Amazon Werbelink)

An zwei aufeinander folgenden Tagen, an denen die Sonne nach den Regentagen heiß schien, las ich das Buch »Der Spion, der aus der Kälte kam*« (Amazon Werbelink) von John le Carré aus dem Jahr 1963 mit seinen 276 Seiten überraschend schnell und leicht durch.

Es hatte etwas Unwirkliches und Paradoxes an sich, ein düsteres Buch, das von der menschlichen Kälte handelt und seltsam aktuell zu sein scheint, an diesen beiden Tagen zu lesen.

Das Buch zog mich in seine grausame und konfliktbeladene Welt hinein und weckte meine Neugier am Leben des Spions Alec Leamas.
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Deformierte Flaschen oder der Kampf gegen die Maschinen

Deformierte Flaschen oder der Kampf gegen die MaschinenIn düsteren Zukunftsvisionen werden Menschen von superintelligenten Maschinen versklavt oder kämpfen gegen sie. Das klingt viel spektakulärer als die Wirklichkeit, denn die Zukunft, die ist schon heute und viel banaler. Vor stupiden Maschinen reihen wir uns ein und unterwerfen uns freiwillig ihrem Diktat, die auf deterministischer Programmierung beruhen und keine Abweichung tolerieren. Wir bringen ihnen Opfergaben und unsere gute Laune und wertvolle Zeit sind ein Teil des Opfers. Wir dienen anstatt selbst bedient zu werden. So stand ich vor einem Getränkeautomaten und warf eine leere Plastikpfandflasche in dessen Schlund.
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