Ü30 oder die differenzierte Sicht auf das Alter

Umwege, heißt es, erhöhen die Ortskenntnis. Etwas Ähnliches gilt vermutlich auch für Streiks.

Der Streik dauerte schon eine Weile. Die junge Frau – sie war höchstens 25 Jahre alt – erzählte mir von ihrem Erlebnis mit alternativen Fortbewegungsmitteln: Einem Trip mit einem Fahrer über die Mitfahrzentrale. An sich war das nichts Erwähnenswertes oder Aufregendes, und trotzdem verwirrten mich ihre Ausführungen, dass ich immer noch darüber nachdenke, ob es an meinem Alter liegt oder dass ich das andere Geschlecht noch immer nicht verstehe. Denn was sie tat überraschte und verwirrte mich zugleich. „Ü30 oder die differenzierte Sicht auf das Alter“ weiterlesen

Die Kunst, per WhatsApp cool zu schreiben

Wenn ich einer tollen Frau schreibe, dann entwickle ich mich zurück zum pubertierenden Teenager. Mir wachsen dann Pickel voller eitriger Zweifel, in die sich Unsicherheit und Ungeduld mischen und sich mit meinen Gedanken ungünstig paaren. Und dann stehe ich da, mit all meinen kleinen Selbstzweifeln, die ich durch meine Coolness abzudecken versuche. Das gelingt mir kaum. Aber hätte ich nicht meine kleinen Tricks für eine formvollendete Kommunikation, dann würde ich bereits mit meiner ersten Nachricht scheitern. „Die Kunst, per WhatsApp cool zu schreiben“ weiterlesen

Weibliche Kommunikation oder wie eine einfache Frage als Kurzgeschichte endete

Weibliche Kommunikation oder wie eine einfache Frage als Kurzgeschichte endeteEbenso faszinierend wie Frauen ist ihre Sprache. Zwar sprechen wir die Gleiche, aber mit unterschiedlichen Bedeutungen und Intentionen. So bedeutet ein Wort nicht immer das Wort selbst, sondern es füllt einen Raum voller interpretatorischer Möglichkeiten, die fein auf das Gegenüber abgestimmt wird. Der Mann hingegen öffnet die Tür des Raums wie einen Kühlschrank voller Bier und greift sich das Erstbeste heraus.

Auch wenn ich eine Ahnung davon habe, bleibt für mich schwierigste und kaum greifbarste Form dieses Ums-Thema-Herumschleichen, das Sich-Winden, das zarte Andeuten, das behutsame Winken – kurzum die indirekte Form der weiblichen Kommunikation. „Weibliche Kommunikation oder wie eine einfache Frage als Kurzgeschichte endete“ weiterlesen

Ich will doch nur telefonieren!

Ich will doch nur telefonieren!
Manchmal schaue ich auf die glatte Oberfläche meines Smartphones. Drehe und wende es. Lasse das Sonnenlicht darin spielerisch brechen. Blicke dann in die Spiegelung meines fragenden Gesichts, als erwartete ich eine Antwort. Das Handy kann mir keine Antworten geben, es stecken keine Menschen darin, aber dahinter.

Manchmal scheint es so schwierig, einfach mal mit jemanden zu telefonieren – besonders, wenn es sich um jemand Interessantes vom anderen Geschlecht handelt. Eine Nachricht zu schicken, das geht immer, überall und jederzeit.
„Ich will doch nur telefonieren!“ weiterlesen