Buch: John le Carré – Der Spion, der aus der Kälte kam

Wie bewahrt man sich das Menschliche in einer grausamen Welt?

John le Carré - Der Spion, der aus der Kälte kam
John le Carré – Der Spion, der aus der Kälte kam (Amazon Werbelink)

An zwei aufeinander folgenden Tagen, an denen die Sonne nach den Regentagen heiß schien, las ich das Buch »Der Spion, der aus der Kälte kam*« (Amazon Werbelink) von John le Carré aus dem Jahr 1963 mit seinen 276 Seiten überraschend schnell und leicht durch.

Es hatte etwas Unwirkliches und Paradoxes an sich, ein düsteres Buch, das von der menschlichen Kälte handelt und seltsam aktuell zu sein scheint, an diesen beiden Tagen zu lesen.

Das Buch zog mich in seine grausame und konfliktbeladene Welt hinein und weckte meine Neugier am Leben des Spions Alec Leamas.
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Ice Bucket Challenge oder Gefangen im Körper

Ice Bucket Challenge oder Gefangen im Körper
Eiskaltes Wasser. Trübe Dunkelheit. Blau-mattes Licht durchbrach die Eisdecke über mir. Schock. Starre. Mein Körper plumpste wie ein Stein bis zum Grund. Wehrlose Bewegungslosigkeit. Mit aufgerissenen Augen blickte ich panisch nach oben. Die Plötzlichkeit der Kälte hatte meinen Körper in sich zusammenziehen lassen und meine Seele für einen Moment wie Zahnpasta aus einer Tube aus ihr herausgequetscht. Für diesen kurzen Moment verlor ich jegliche Kontrolle über meinen Körper, über meine Gedanken und über mein Leben. Das Wasser schloss mich ein und fesselte mich mit Kälte. Angst. Panik. Eine Ewigkeit verging. Dann ein Schrei. Gefangen in Hunderten von Luftbläschen eilten dicht-gedrängte Kügelchen silber-schimmernd aus meinem Mund nach oben. Zerplatzen ungehört an der unteren Seite der Eisdecke. Dunkle Schatten tanzten auf dem Eis. Plötzliche und unkontrollierte Schwimmbewegungen, bedrängt von einem Gedanken: »Schwimm nach oben!«
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Kälte!

Parkbank

Noch immer liegt kein Schnee. Noch immer sind die Temperaturen für einen Winter zu warm als hätten wir bereits den Frühling. Setzlinge haben sich bereits in den milden Winter verirrt. Eben dorthin hätte der junge Mann eher hingepasst, als er im Schutze der trügerischen Wärme des Alkohols auf einer Parkbank schlief, die sich inmitten des kältesten Winters befand, an den ich mich erinnern kann!

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