Der Beneider

Menschen, die sich selbst schlechter und andere besser darstellen, um am Ende sich selbst in ein besseres Licht zu rücken, werfen dunkle Schatten auf andere Menschen.

War ich unachtsam in diesem Moment gewesen oder sprach mein Gesicht eine mir unbekannte Einladung gegenüber nervigen Menschen aus, bei mir ihren geistigen Müll abzuladen?

Vielleicht wirkte ich einen flüchtigen Moment lang freundlich, weil ich an etwas Schönes gedacht hatte – das mir jetzt nicht mehr einfiel. Ich weiß es nicht. Leider gab es eine Steigerung des Voll-Quatschens in Form von wehleidigem Klagen – besser: Das Anklagen von anderen Menschen, die für den eigenen Mist im Leben verantwortlich gemacht werden. „Der Beneider“ weiterlesen

Meine zweifelhafte Suche nach Worten

Bielefeld heute. Der Himmel trüb-matt und undurchdringlich. Ein einsamer Hund bellt wütend in der Ferne – hoffentlich nach oben gerichtet.

Ich bin sauer oder wäre es, wenn ich nicht zu müde dafür wäre. Seit einigen Tagen schwebe ich in einem seltsamen Dämmerzustand. Tagsüber bin ich nicht richtig wach, drohe jeden Moment in den Schlaf hinabzugleiten. Nachts schlafe ich zu flüchtig und drohe immer wieder aufzuwachen (vielleicht wache ich auch auf und erinnere mich nicht mehr daran). Irgendwie fehlen mir die Ausschläge nach oben und nach unten; etwas, das Reibung erzeugt und Gefühle weckt, die nach Ausdruck verlangen und die ich dann in Worte kleiden kann.
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