Störende Blicke und die attraktiven Frauen

Bielefeld heute. Die Sonne lächelt in den frischen Tag hinein.

Ich blicke aus dem Fenster in den Morgen, während ich mich gerade auf einem Crosstrainer beim Fitness aufwärme. Der andere Arm zurück. Überkreuzt die Beine. Und wiederholen. Morgens bin ich so geschmeidig wie ein tiefgefrorenes Huhn. Dann muss ich mich durch Bewegung langsam auftauen und auseinanderfalten.

Am liebsten würde ich mich in eine Mikrowelle legen und mich ein paar Runden kross drehen. Leider geht das nicht, weil ich höchstwahrscheinlich dabei einschlafen würde. Also muss ich mich mit dem Crosstrainer begnügen. Laufband wäre zu hart. Ich werde halt alt. Schon die ganze Zeit. Früher fand ich diesen Satz schlimm. Jetzt halte ich daran so lange es geht fest, denn am Ende bin ich einfach nur alt.

Egal, dann dauert das Warm-Up halt länger.

Und das ist gar nicht so schlimm. Morgens gleicht das Fitnessstudio einem kleinen, geheimen Club, in das sich nur wenige Verlaufen. Daher mag ich die Ruhe, die unverbrauchte Luft und den maximalen Abstand zu den anderen Fitnessen (sagt man das so?).

Also weiter mit den Armen schwingen. Schwubb, schwubb, schwubb. Als sei dies ein Lockruf, nähern sich zwei Damen und – wie soll es anders sein – steigen auf die Geräte neben mir. Natürlich darf ich das nicht überbewerten, nur weil nahezu alle Geräte frei sind. So süß bin ich dann doch nicht. „Störende Blicke und die attraktiven Frauen“ weiterlesen

Sei responsive!

Aus der Dunkelheit zwischen dem pulsierenden Licht leuchten zwei pechschwarze Augen auf und zaubern das Versprechen einer heißen Nacht. Diese Vorstellung prickelt lüstern und unbehaglich in meinem Kopf. Eine Nacht mit dieser Wildkatze und ich brauche drei Tage Erholung!

Blickt sie mich an?

Irgendwo zwischen meinen Gedanken und den Menschen auf der Tanzfläche flackert ein Lächeln auf ihren Lippen auf.

Meint sie mich?

Dann fallen ein paar verwirrte Haare ihr ins Gesicht, die sie mit der Hand, begleitet von einer Aufwärtsbewegung ihres Kopfes, lässig zur Seite wirft, als wäre es ein Teil ihres Tanzes. Während all dieser wohlchoreografierten Bewegungen schaut sie mir für einen kurzen, endlosen Moment direkt in die Augen und blickt dann weg. Verschwindet in der Menge, im Licht, in der laut dröhnenden Musik. „Sei responsive!“ weiterlesen

Weiblicher Mikrokosmos oder gib mir ein Zeichen

Weiblicher Mikrokosmos oder gib mir ein ZeichenWenn ich mit meiner sehr guten Freundin Bella unterwegs bin, begebe ich mich in eine abenteuerliche Entdeckungsreise durch einen subtilen Mikrokosmos vager Andeutungen und Unverbindlichkeiten, in denen wir Männer ständig leben aber kaum etwas miterleben und meistens keinen Zugang haben – es ist die bunte Welt der Frauen. Du weißt nie, wann du Teil dieser Welt wirst und plötzlich bist du mittendrin. So auch heute beim Essen.
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