Ich habe keine todbringende Männergrippe

Sonntag, 25.11.2018. Bielefeld. Draußen kalt und klar. Drinnen übertemperiert und wehleidig. Der Schmerz bohrt sich durch mein Gesicht. Einseitig. Meine rechte Gesichtshälfte erhitzt sich um die Wette mit meiner aufgedrehten Heizung. Der Schmerz strahlt heute zur Abwechslung von der rechten Seite aus. Sticht mit spitzer Nadel in mein rechtes Ohr. Durchbohrt auf seinem Weg meinen Oberkiefer, dass die Zähne darunter wimmern. Drückt wie ein angespannter Esslöffel hinter meinen Augapfel, als wollte es das Auge mit Gewalt herauskatapultieren, um sich dann an meiner Schläfe zu entladen. Ich glaube, ein ins Ohr gerammter Stift fühlt sich entspannter an (vielleicht hätte Van Gogh sich nicht das Ohr abschneiden müssen, sondern sich nur erkälten). Ein ekliger Schmerz einer ekligen Erkältung, der mich ganz in Beschlag nimmt.
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TRY. FAIL. REPEAT.

Mittwoch, 21.11.2018. Ich bin verstimmt wie ein Instrument und klinge nach Gejammer. Mein Körper brütet eine Anomalie in Form einer Erkältung aus. Und ein anderer flimmert auf meinem Monitor.

Manchmal kann Software so gemein sein und die Liebe, die man all die Jahre in sie hineingesteckt hat, nicht erwidern.

Gut, Software wird von Menschen gemacht.

Wie auch Fehler.

Menschen sind eh an allem schuld.

So, genug verbal gerotzt und das Hirn freigepustet als wäre sie eine verstopfte Nase voller trockenem Schleims.
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