Ein Schrank voller ungelesener Bücher und ein Leben mangelnder Zeit

Jeden Abend gehe ich jetzt mit einem Buch ins Bett.
Schon seit ein paar Wochen mache ich das. Wieder.

Während meines Studiums las ich sehr viele Bücher. In einem Jahr zählte ich über 50 Bücher, darunter dicke Wälzer wie »Der Zauberberg« von Thomas Mann oder »Anna Karenina« von Tolstoi. Dazu kamen duzender Sekundärliteratur, weil ich verstehen wollte, wie die Autoren in der Lage waren, solche Bücher zu schreiben.

Heutzutage schaffe ich kaum noch die Hälfte. Daher beschloss ich, wieder mehr zu lesen. Doch wenn die Zeit fehlte, half ein Beschluss kaum. Also verlegte ich die Zeit des Lesens vermehrt auf die Schlafenszeit – meistens vor dem Einschlafen. “Ein Schrank voller ungelesener Bücher und ein Leben mangelnder Zeit” weiterlesen


Laufen in alten Pfaden


Diese Woche regte ich mich unnötig auf. Mehr sollte es nicht werden. Ich will mich nicht aufregen. Der Gedanke daran, regt mich auch auf. Als heute die Sonne so einladend schien, ging ich Joggen. Ich kann dann abschalten und entspannen. Ich mag das Laufen durch den Park und durch die kleinen Gassen. Was ich nicht mag, sind viele Menschen, die den Weg versperren. Sie stören meinen Rhythmus und reißen mich aus meiner Gedankenwelt heraus. Als ich in eine enge Gasse einbog, entdeckte ich einen Müllwagen am Ende der Straße!

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Abarbeitungsmodus.

In letzter Zeit stieg mein Emailaufkommen rapide an. Ich verlasse meinen Arbeitsplatz. Nur kurz. Ein Fehler. 20 neue Mails! Was ist passiert? Ist gerade die Welt untergegangen? Nein. Ein Kettenbrief mit Kettenreaktion. Normal. Die Mail sucht sich durch ein Gewirr von Menschen seinen Bestimmungsort. Bei mir wird er nicht heimisch.

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Schlaflos im Bett oder Email für mich

Email für dich

Als im Jahre 1998 Meg Ryan und Tom Hanks abends eine süße Stimme „Email für dich“ [1] aus ihrem PC ertönen hörten, waren sie in freudig-romantischer Erwartung. Damals war alles noch neu und frisch, Emails eine Seltenheit, abwechslungsreich und aufregend.

Weckruf

Heute sitzt noch kaum jemand vor dem PC und wartet auf eintreffende Nachrichten. Längst verfügt jeder über mobile Geräte, die von überall und zu jeder Zeit die Mails abrufen. Dabei handelt es sich nicht nur um private Mails, sondern betrifft ebenso oder vorwiegend den Job. Wenn mein MDA lautstark summt und brummt, greife ich reflexartig wie ein konditionierter Pawlowscher Hund zum Handy, um zu schauen, wer mir geschrieben hat und was mir geschrieben wurde. “Schlaflos im Bett oder Email für mich” weiterlesen