Von Waffeln und Zombies

Von Waffeln und Zombies
Nicht durchschlafen, dauermüde, schlecht gelaunt, verspannt und dann noch immer wieder leicht kränkelnd – nein, ich musste keine Kinder haben, um wie ein Untoter durch den Tag zu laufen, aber dann hätte ich wenigstens eine Ausrede. Vielleicht musste man Kinder haben, um die besonderen Kräfte aus sich selbst heraus zu schöpfen, denn ich glaube, jeder von uns wächst mit seinen Aufgaben.

Ich hingegen bin nur ein Patenonkel. Dabei gibt es bei uns Türken mit Religionshintergrund keine Taufe mit Patenkind und Patenonkel.
„Von Waffeln und Zombies“ weiterlesen

Kinderspielereien

Kindereien

„Bist du so süß!“
Ihre Lippen formten dabei ein Ü und dehnten es so ungenießbar lang und überzuckerten es, dass man allein vom Zuhören Karies davon bekam! Das klingt gemein und ich muss zu ihren Gunsten zugeben, als Kind war ich wirklich ungemein süß.
„Wen liebst du mehr? Deine Mutter oder deinen Vater?“ tapsten sogleich die Worte einzeln aus ihrem zugespitzten Mund heraus und ein triumphierendes Lachen lauert dahinter.

Na klasse. Alle Blicke waren auf mich gerichtet. Auch die meiner Eltern. Sie schauten alle so gespannt. Warteten auf den Moment meiner Antwort, damit sie in heiteres Lachen ausbrechen konnten, gefolgt von überfallartigem und gekünsteltem Massenniedlichkeitsbekundungen. Wie viele wehrlose Kinder hatte sie bereits mit diesen Worten in den Hinterhalt gelockt!

„Kinderspielereien“ weiterlesen

Drei Babys und die Statistik

Drei Lämmer

Die Statistik ist der natürliche Feind des Menschen! Ein populäres Beispiel dafür sind die Ausführungen von Sarazin [1]. Man schenkt ihnen einfach Glauben, sofern die Zahlen die eigene Meinung bestätigen oder augenscheinlich plausibel klingen.

Aber auch wenn Menschen selbst Wahrscheinlichkeiten einschätzen sollen, liegen sie gerne und oft daneben. So jüngst geschehen bei einem Interview in der SUN [2], das ein englisches Paar gab.
„Drei Babys und die Statistik“ weiterlesen

Qualia oder wie es ist, keine Eltern zu sein

„Hast du Kinder?“

Sie schaut mich dabei direkt an. Provokant. War das wirklich eine Frage? Es klingt vielmehr wie ein Vorwurf, die sich als Frage schmückt. Ich schmunzle. Mit dieser Frage wird man häufiger von Eltern konfrontiert. Ein simpler rhetorischer Taschenspielertrick, ein Möchtegern-Totschlag-Argument, um sein Gegenüber zum Schweigen zu bringen. Nur, wer mich kennt, weiß, dass das bei mir im Grunde unmöglich ist;-)

„Qualia oder wie es ist, keine Eltern zu sein“ weiterlesen