Wie man das Denkkorsett von Bedenkenträgern aufschnürt

Mein Kunde ruft mich an, genauer gesagt, der Mitarbeiter meines Kunden. Er möchte unsere kleine Lösung einem kleinen Kreis von ausgewählten Kollegen vorstellen. Darauf freut er sich, denn er ist ein bisschen stolz auf das Ergebnis – und ich ebenso.

Wir beide haben über mehrere Tage und Wochen immer wieder an der Anwendung, für die er verantwortlich ist und die ich konzipiert und entwickelt habe, gearbeitet. Wir schauten uns regelmäßig die Teilergebnisse an. Dachten über weitere Funktionen nach, die dann in kleine Verbesserungen und Erweiterungen mündeten. Und bei jedem dieser Schritte fanden wir immer mehr Gefallen an dem, was wir sahen und uns ausgedacht hatten, denn es wurde besser als wir uns zuvor hätten vorstellen können.
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Ein Bilderrätsel oder Wie man gegeneinander interagiert

Das Universum ist voller Mysterien.
Mittendrin eine Welt voller Rätsel.
Darauf ein bunter Wollknäuel voller miteinander auf wundersame Weise kommunizierender Wesen.

Und je näher man hinein zoomt, desto verwirrender wird es.

Kein Lebewesen ist heute in der Lage, so nuanciert, facettenreich, detailliert und präzise miteinander zu kommunizieren wie der Mensch. Vor allem besitzt keine andere Spezies die göttliche Gabe, Emails zu schreiben.

Das heutige Stück handelt von einer mysteriösen Email, die eigenwillige Bahnen durch die Leben verschiedener Personen zieht und bei mir Fragen hinterlässt. Die darin agierenden Personen sind real, ebenso die Wege, die diese Email geht und nicht selten in ähnlicher Form in der Welt des Beraters auftaucht. Daher sind die darin vorkommenden Personen anonymisiert (hat nichts mit DSGVO) zu tun und die Geschichte als Bilderrätsel mit Worten gemalt.

Finde die Lösung!
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Beraten vs. Verkaufen

Alfredo ist mein Klischee des italienischen Pizzabäckers: schwarz gelocktes Haar, laut und stark gestikulierend in hochgekrempelten Ärmeln. Vielleicht inszeniert er für uns eine Show, weil er denkt, dass wir dieses südländische Temperamente von ihm erwarten. Vielleicht sehen wir auch nur das, was wir sehen wollen oder können.

Er gesellt sich wieder zu uns an den Tisch. Small Talk in gebrochenem Deutsch. Kenne ich von meinen Eltern. Er fragt uns, was wir so machen, wie der Job bei unserem Kunden läuft. Während er uns unterhält, schaut er, wie uns sein Essen schmeckt, denn das zählt für ihn.

Ich bin dabei, mir ein Stück von der vorgeschnittenen Thunfisch-Pizza mit Peperoni in die Hand zu nehmen. Ich lasse mir nämlich die Pizza vorschneiden. Als ich Alfredo das erste Mal darum bat, schaute er mich entsetzt an, als hätte ich seine Pizza vergewaltigt oder sein Restaurant entweiht.

Für ihn sind wir Berater ohnehin merkwürdige Leute, von denen er nur weiß, dass wir teuer sind und schnelle Autos fahren, aber bis heute versteht er nicht (wie meine Eltern), was zum Teufel wir da machen. Beratung? Wer zahlt für Beratung!
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Wie man IT-Projekte zum Scheitern bringt: Rot, Grün, Blind

Lost in Consulting Rot Grün Excel-Listen

Ich saß in einem Meeting am Rande Barcelonas. Der Raum war gut gekühlt, dennoch erhitzten sich darin Köpfe und Gemüter. Dort traf ich mich als externer Berater meines Kunden aus Deutschland mit dem Berater des spanischen Kunden meines Kunden – also Externe unter sich. Wir konnten uns in Ruhe die Köpfe einschlagen und klappte etwas nicht, konnten alle sagen: Die Berater sind schuld! Eine wunderschöne Win-Win-Lose-Lose-Situation. „Wie man IT-Projekte zum Scheitern bringt: Rot, Grün, Blind“ weiterlesen

Wie man IT-Projekte zum Scheitern bringt: Kybernetisches Testen

IT-Projekte Beratung

Die Spanier – genauer gesagt, der spanische Markt unseres Kunden aus Deutschland – waren wahre Meister im Marketing, deren Kampagnen fürs Internet und Fernsehen ausgezeichnet wurden.

Ebenso beherrschten sie alle Tools und Software, die sie für ihre Arbeit benötigten.

Aber die neue Software (SAP CRM mit SAP BW), die die Zentrale aus Deutschland mit unserer Hilfe weltweit einführte, kannten – oder wollten – sie nicht.

Wann immer wir ein neues Release der Kundensoftware heraus brachten und sie testen mussten, war es ein ständiges Arbeiten am Abgrund, den sie immer tiefer zu graben versuchten, während wir es zuschütteten: Immerzu drohte alles, abzustürzen und uns allesamt in die Tiefe zu reißen. „Wie man IT-Projekte zum Scheitern bringt: Kybernetisches Testen“ weiterlesen