Die Geister, die ich rief

Ein grau gesprenkelter Schleier bedeckt den Himmel. Dahinter verbirgt sich grenzenlose Müdigkeit. Meine Gelenke stöhnen wie die Holzdielen unter meinem Körper. Ich wohne in einem alten Haus. Eigentlich könnte ich wieder zum Sport gehen, denke ich mir. Der Boden gibt ein wenig nach und aus den Ritzen stürmen ächzende Gedanken heraus und drängen in meinen Kopf. Dort ist es zu voll. Du wirst kein Parkplatz finden. Keine freien Geräte, um anständig zu trainieren. Neben dem dichten Gedränge an den begehrten Geräten darfst du dann den beißenden Geruch von Schweiß aus fremden Axeln einatmen. Und dann, wenn du fertig bist und nach Hause fährst, ist auch dein Parkplatz weg. “Die Geister, die ich rief” weiterlesen

Burnout mit WhatsApp

Entspannt sitzt Hagen Rether bei Freunden am Tisch als deren 14/15-jähriger Sohn mit dicken Ringen unter den Augen hereinkommt und für Erstaunen und Entsetzen sorgt. Der junge Mann hatte einen Fehler begangen: Während seines Sports hatte er »für zwei Stunden sein Smartphone ausgehabt. Jetzt hat er es wieder angemacht und hat 250 WhatsApp Mails.«

Allein vom Zuhören war Hagen Rether fertig. “Burnout mit WhatsApp” weiterlesen

Besinnliches an verkaufsbesoffenen Tagen

Der Schnee fällt aus einem weißgrau bedeckten Himmel. Ich sitze in meinem warmen Wohnzimmer vor meinem Notebook und werfe einen Blick aus dem Fenster: eine verträumte Landschaft aus schneeverdeckten Dächern und Bäumen. Irgendwo da draußen, sage ich mir, lauert die Kälte. So sehr ich auch den Winter wegen warmer Daunenjacken, dicker Pullover, großer Schals und cooler Boots mag, so sehr hasse ich Kälte in jeglicher Form. Vor allem fröstelt es mich bei der Vorstellung, dass verwirrte Schneeflocken an meinem Nacken dahinschmelzen. Igitt!
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