Werbung nervt!

Wie sollen junge Menschen lernen, feste Bindungen aufzubauen, wenn in den emotional fesselndsten Momenten Werbung mitten im Film kommt?!

Genau, ich habe es wieder getan. Trotz besseren Wissens. Fernsehen geschaut. Einen Film. Diesmal ganz. Also von Anfang bis Ende. Serien sind ok, aber einen Film mit Überlänge (128 Minuten) – nein!

»Blind Side – Die große Chance« mit Sandra Bullock lief so häufig als Wiederholung auf ProSieben oder SAT.1 (oder keine Ahnung wo noch), dass ich durch mein zufälliges Hineinzappen so viele Streifen daraus gesehen hatte, dass es mein Interesse weckte. Ich nahm mir vor, den Film in Ruhe an einem Stück anzuschauen. Pustekuchen! Durch mein geschicktes Herumzappen war mir etwas Wichtiges entgangen: die nervige Werbung.
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Kokain auf der Toilette oder Woran man eine Lüge erkennt

Ich gebe mir wirklich Mühe, etwas im Fernsehen zu finden, dass ich anschauen könnte. Doch es bleibt wie häufig bei unzusammenhängenden, fragmentierten Bildhäppchen, die sich beim ungeduldigen Zappen rastlos und sinnlos aneinander reihen – kleine Portionen, die nicht satt aber träge machen.

Irgendwo, so hoffe ich, etwas zu finden. Etwas Inspirierendes, Informatives oder zumindest einen Aufreger.

Ich bin nämlich auf der Suche.

Auf der Suche nach jenem Stoff, aus dem sich erfolgreiche Artikel speisen. Eine Art Schatzsuche. Das Zappen ist wie das Auswerfen eines Fischernetzes in die Frequenzwellen der Fernsehsender. Ein Fischen im stetigen Strom voll Müll. Eine Art Pfandflaschen sammeln im Feuchten. Oder gar »Bares für Rares«.

Und wie immer bleibt irgendwann etwas darin haften, wie heute bei jenem Grenzgänger in Border Patrol Canada auf ProSieben MAXX.

Die Border Patrol führte an den Handflächen des Mannes einen Drogenwischtest durch und fand Kokain. Direkt mit dem Ergebnis konfrontiert reagierte der Mann sofort.

Wie glaubst du reagiert jemand, der unschuldig und jemand, der schuldig ist? Die Auflösung gleich hier nach der Werbung – also bleib dran… „Kokain auf der Toilette oder Woran man eine Lüge erkennt“ weiterlesen

Globalisierung oder Über die Frage der Kuchenverteilung

Bielefeld an einem Sonntagabend. Ich liege träge auf dem Sofa in meiner Jogginghose mit der Fernbedienung in der Hand und ziele auf die Kanäle. Schalte von einer Sendung in die nächste. Bilder rauschen vorbei. Der monotone Rhythmus führt mich in einen wohligen Dämmerzustand. Bequem vom Sofa aus auf meinem Samsung Fernseher (der übrigens viel zu klein ist) durch die Welt zappen – das nenne ich Globalisierung!

Und dann, in einem unachtsamen Moment taucht das Gesicht von Ursula Gertrud von der Leyen auf – oh Gott, Anne Will!

Ich schrecke auf und drücke mit aller Kraft auf den Vorwärtsknopf meiner Fernbedienung. Stillstand! Reflexartig schnellt mein Daumen in die Höhe und rast auf den Knopf nieder und presst all das Blut heraus. Nichts passiert. Mist, die Batterien!

Während ich mich panikartig aufrichte, um die Fernbedienung zu beschimpfen, denn mir selbst Vorwürfe wegen neuer Batterien zu machen, das wäre albern, höre ich Ursula Gertrud von der Leyen sinngemäß einen Satz sagen. „Globalisierung oder Über die Frage der Kuchenverteilung“ weiterlesen

Das Chaos und meine Wohnung oder Unordentliche Gedanken

Das Chaos in meiner Wohnung würde 3 von 10 Punkten in einem Messie-Contest bekommen, damit eines der letzten Plätze belegen. Und doch erreichte meine Unordnung in meinem persönlichen Wohlbefinden ein unangenehmes Maß als ich meine Wohnung wegen Umzugs räumte – vorher hatte ich es erfolgreich ignoriert.
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