Mein Start in den Tag oder Verunstaltungsorte: mein Gesicht und das Bad

Freitag, 22.02.19. Bielefeld

Eigentlich wollte ich meine Zeit beim Duschen stoppen und dann rutsche ich in diesen Artikel ab. Und der beginnt mit einem gefrorenen Hühnchen – nein, eigentlich mit der Vermeidung des Bilds vom besagten Hühnchen, denn morgens bin ich so geschmeidig wie ein tiefgefrorenes

Daher eine Warnung vorweg: Der Text enthält verstörende Bilder und handelt von einem nackten Männerkörper!

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Alte Hunde in Frührente oder Nichts mit Blockchain

Mittwoch, 20.02.19. Bielefeld.

Dogs of Berlin. Eine atemlose deutsche Netflix Serie. Man erkennt sofort den Netflix-Style, als gäbe es eine Schablone dafür oder Filter oder eine bestimmte Software. Kräftige, satte Farben. Cyan. Blau. Rot. Bunte, künstliche Lichter, die künstlerisch auf den Gesichtern aufleuchten. Beeindruckende, fast schwerelose, Kameraführung. Zwei Cops, die unfreiwillig als Team arbeiten müssen. Flotte Sprüche. Dicke Hose. Und Gangsta, aber kein Digga und knapp unter der Übertreibung. Also gar nicht so schlecht gemacht.

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Kranke Straße

Dienstag, 19.02.19. Bielefeld.

Ich bin heute ein wenig früher von der Arbeit nach Hause gefahren als normalerweise. Nicht so früh wie an den Tagen zuvor. An sich auch eine gute Idee, gäbe es da nicht ein Problem, denn dieses ein weniger früher ist an Werktagen dann doch keine so gute Idee.

Die Zeit, die ich früher zu Hause ankam, hätte ich mir sparen können, denn ich nutzte sie für die Parkplatzsuche. Wäre ich später gekommen, hätte ich dann früher einen Parkplatz gefunden? Stoßstange an Stoßstange eng geparkt. Wie schaffen es die Fahrer, so zu parken und wie werden sie dort wieder herauskommen? Ich hatte vergessen, wie voll die Straße vor meiner Haustür ist, wenn noch kein Feierabend ist (oder Schulschluss). Große Autos. Kleine Bullis. Wagen von Handwerkern, die an den Fassaden und im Innenleben der Häuser arbeiten. Kleine Baustellen. Kleine Absperrungen mit Bauschuttcontainern. Oh, ein greller Postwagen, vollbeladen mit Paketen, gezwängt in die Lücke, die eine Ausfahrt ist. Leute von überall und sonstwoher kommend. Es scheint mehr Autos als Wohnungen in dieser Straße zu geben!

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Keine zwei Euro.

Montag, 18.02.19. Bielefeld.

16,5 Grad mit Sonne. Wunderbar mild. Ich bin wieder früher aus der Arbeit zurück und laufe los. Das überrascht meinen Körper. Der befindet sich noch im Büro-Arbeitsmodus – oder heißt es Winterschlaf?!

Die Sonnenstrahlen funkeln mir etwas auf dem Asphalt entgegen.

Ich werde langsamer und beuge mich hinunter zu dem kleinen, runden Ding. Beim Joggen trage ich nämlich keine Brille, das schützt mich vor Ablenkungen und macht die Welt ein wenig schöner. Meine Kurzsichtigkeit ist wie ein Gaußscher Weichzeichner (oder Schöntrinken), der alles in meinem Sichtfeld miteinander unscharf vermischt und ein attraktives Durchschnittsbild schafft.

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Falten glatt bügeln

Sonntag, 20.01.19. Bielefeld.

Gesichter waschen, das kann ich, aber wie geht bügeln?
Ich bekomme die Falten nicht raus.
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Ich nenne mein Bügelbrett »das Surfbrett auf dem Trockenen«. Das klingt cooler und soll mich zum Bügeln überlisten, denn ich mag es nicht. Meine Anzüge sind die einzige Ausnahme, weil ich sie in die Reinigung gebe. Wenn ich sie dann zwischenzeitig bügle, um die akkordeonartigen Zerklüftungen zu glätten, dann hält sich der Aufwand im Rahmen. Die meisten Zerknitterungen befinden sich in den Kniegelenken und im Schritt – jetzt nichts Falsches denken! Das Glätten der Falten übt einen eigentümlichen Reiz auf mich aus. Es ist, als würde ich die Spuren der Zeit einfach wegbügeln.

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