Burnout mit WhatsApp

Entspannt sitzt Hagen Rether bei Freunden am Tisch als deren 14/15-jähriger Sohn mit dicken Ringen unter den Augen hereinkommt und für Erstaunen und Entsetzen sorgt. Der junge Mann hatte einen Fehler begangen: Während seines Sports hatte er »für zwei Stunden sein Smartphone ausgehabt. Jetzt hat er es wieder angemacht und hat 250 WhatsApp Mails.«

Allein vom Zuhören war Hagen Rether fertig. “Burnout mit WhatsApp” weiterlesen


Besinnliches an verkaufsbesoffenen Tagen

Der Schnee fällt aus einem weißgrau bedeckten Himmel. Ich sitze in meinem warmen Wohnzimmer vor meinem Notebook und werfe einen Blick auf dem Fenster: eine verträumte Landschaft aus schneeverdeckten Dächern und Bäumen. Irgendwo da draußen, sage ich mir, lauert die Kälte. So sehr ich auch den Winter wegen warmer Daunenjacken, dicker Pullover, großer Schals und cooler Boots mag, so sehr hasse ich Kälte in jeglicher Form. Vor allem fröstelt es mich bei der Vorstellung, dass verwirrte Schneeflocken an meinem Nacken dahinschmelzen. Igitt!
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Flexible Arbeitszeiten mit der Brille eines Beraters

Ich eile durch den Morgen, um der Kälte zu entkommen. Seitdem ich intervallfaste fühlt sich der Morgen ein wenig kälter an.

Etwas Oranges dringt durch die Morgendämmerung: Zwei Männer in Warnwesten verteilen fast schon dantesk Flugblätter mit rotem Kopf am Eingang zur Firma meines Kunden.

Der Arbeitgeber wolle wieder zurück zur 40 Stunden Woche gehen, steht darin. Begründet werde dies mit dem Fachkräftemangel. Schuld daran, kontert die Gewerkschaft, sei das Unternehmen selbst, denn sie hätte zu wenig Menschen ausgebildet. “Flexible Arbeitszeiten mit der Brille eines Beraters” weiterlesen

Gedanken an den Enden herabhängender Augen

Einige Gedanken blieben in meinem Kopf unnötig lange und blähten sich zu Problemen auf. Es wäre für mich akzeptabel gewesen, wenn sie damit keinen Raum für andere, lästige Gedanken ließen. Doch wenn es um ungewollte Gedanken ging, dann schien das menschliche Gehirn grenzenlos zu sein.

Ich war schon einen Level weiter und machte mir Gedanken über meine Gedanken, anstatt etwas dagegen zu tun. Aber vielleicht war das die Art von Denken, mit der man sich selbst gefangen nahm, indem man sich in einer selbst erdachten Endlosschleife verfing und aus der man ohne Hilfe oder Zufall nicht herauskam.

Mit vollem Kopf und verschlossenem Gesicht – denn solche Gedanken nahmen mich völlig in Beschlag – eilte ich über den Gang, als plötzlich jemand vor mir auftauchte und meinen Weg versperrte. “Gedanken an den Enden herabhängender Augen” weiterlesen