Personalgespräch

Mittwoch, 13.02.19. Wolfsburg.

Ich bin ein wenig überrascht. Heute, gestern und vorgestern habe ich gut geschlafen. Jetzt kann ich dir endlich einen Beauty-Tipp für längeren Schlaf geben: Schlaf die Tage zuvor einfach viel zu kurz, um deinen Körper systematisch zu übermüden! Klappt regelmäßig. War auch wichtig für mich, heute ausgeschlafen zu sein, denn ich hatte mein Personalgespräch >200 Kilometer weiter weg.

Ich fuhr direkt aus Gütersloh zum Office in Wolfsburg. Mit einem Kollegen. Wir machen jetzt Carpooling, wie es so schön modern heißt. Dafür haben Mitarbeiter eine nette App entwickelt. Der Fahrer und die Mitfahrer erhalten für gemeinsame Fahrten Punkte, die sie in einem Shop einlösen können. Eine wirklich coole Sache, die sehr gut bei allen Mitarbeitern ankommt.

Gütersloh – Wolfsburg, das sind mehr als 200 Kilometer. Für die Strecke benötigte ich ein wenig mehr als 2,5 Stunden und kam daher fünf Minuten zu spät zum Termin.

Nur eine amüsante Randnotiz: Mein Chef und ich sind der Geschäftsstelle Essen zugeordnet und leben beide in NRW, treffen uns projektbedingt aber im Norden. Letztes Jahr traf ich mich mit meinem vorherigen Vorgesetzten zum Personalgespräch im Bernstein. Dort bin ich zu Fuß hin. Das ist jetzt keine Kritik.

Mein Gespräch verlief wie erwartet und war angenehm. Wir sprachen natürlich über meinen aktuellen Kunden in Gütersloh.

Der Leerlauf bei meinem aktuellen Kunden, den ich hier beschrieb, erfasste auch meinen Beraterkollegen, allerdings mit stärkerer Wucht. Im Gegensatz zu mir hat er nur noch ganz wenige Tage Budget und danach nichts mehr. Das nächste Budget bzw. Projekt soll in 1,5 bis 2 Monaten starten. Damit steht er bzw. sein Vorgesetzter vor der Frage, ob diese Zeitspanne mit einem anderen Projekt bei einem anderen Kunden überbrückt werden soll oder er komplett, damit dauerhaft, weg vom aktuellen Kunden soll.

Zum Glück besteht dieses Problem bei mir nicht. Mein Kunde hat mir bereits mitgeteilt, dass sie daran arbeiten, mich für diese Zeitspanne mit mehreren, kleinere Projekte zu beauftragen. Damit hätte ich zwar keine Vollauslastung, aber Zeit für andere, firmeninterne Aufgaben, die ich für dieses Jahr als Ziele meines variablen Gehalts gekommen habe. In der Regel hat ein Berater sein Fixgehalt, also sein festes, monatliches Einkommen, und einen variablen Anteil, der als Bonus gedacht ist. Der Bonus richtet sich nach eigenem und dem Firmenerfolg.

Eines meiner Ziele ist die Zertifizierung für SAP Cloud Platform, nachdem ich die SAP Schulung besucht hatte. Neben diesem Ziel habe ich weitere quantitative Ziele, über dessen Erreichung mein Vorgesetzter entscheidet. Für die Erreichung meiner Ziele brauche ich natürlich zusätzliche Zeit, daher wurde mein Auslastungsziel (d.h. Stunden, die ich meinen Kunden in Rechnung stelle), im Vergleich zum letzten Jahr reduziert. Das kommt mir nicht nur während der aktuellen Leerlaufphase sehr entgegen, sondern ist ein fairer Zug meines Arbeitgebers.

PS. Über das Gehalt wird nicht verhandelt. Das steht schon vorher fest. Heutzutage ist das, glaube ich, bei nahezu allen Arbeitgebern der Fall.

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