»Am Arsch vorbei…«

Donnerstag, 27.12.18. Bielefeld. Nach den beschaulichen Tagen in der entspannenden Abgeschiedenheit von Konsum und Unbekannten ging ich heute wieder in die Bielefelder Innenstadt. Für ein gutes Buch lohnt sich jeder Weg!

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Spuren hinterlassen. Auf meinem Weg dorthin kam ich an meinem Mietwagen vorbei. Das Mietunternehmen hat mir die Weiterfahrt erlaubt. Also habe ich den Wagen behalten.

Seitdem der Wagen zerkratzt wurde, blicke ich jedoch immer ein wenig bange auf das Auto, ob nicht über Nacht die Kratzer sich auf wundersame Weise vermehrt haben, als seine sie sich ausbreitende Wunden. Die Wahrscheinlichkeit für weitere Schäden hatte in meiner Vorstellung irrational zugenommen, fast schon wie bei einem Menschen, der geschwächt durch eine überwundene Krankheit anfälliger für weitere Ansteckungen geworden ist. Das wird vermutlich eine Weile auch so bleiben. Warten wir Sylvester ab.

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Das Tagebuchbloggen. Mein tägliches Schreiben habe ich mehrere Tage hintereinander versucht und tatsächlich drei Tage durchgehalten. Am vierten Tag jedoch fühlte ich mich ideenlos und leer. Was verblüffend ist, denn in dem Entwurfsordner in meinem Kopf sind duzender ungeschriebener Geschichten. Sie wollen jedoch nicht einfach hinausgeschleudert werden. Sie brauchen Zeit, bis sie heranreifen und das Licht der Welt erblicken können. Das klingt nach erlesenem Wein, dabei reicht es vermutlich nicht einmal fürs Tetrapack oder den Trinkeimer auf Malle.

Wie lange bleibst du? Gut, ich will nicht wieder ins Negative abgleiten. Ich habe mir meine Statistiken dieser drei Tage, also meines Miniausflugs ins Tagebuchbloggen, angeschaut. Die Zahl meiner Leser hat sich kaum verändert. Was mich aber überrascht hat, war die Anzahl der gelesenen Artikel und die Aufenthaltsdauer auf meinem Blog: Mehrere Leser hielten sich mehr als 20 Minuten mit dem Lesen von mehr als 20 Artikeln auf meinem Blog auf. Es gibt sie also noch, die Menschen da draußen, die keine Aufmerksamkeitspanne eines – huch ein Eichhörnchen!

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Schlussabsatz. Als auch aus der Stadt zurückkam, hielt ich das humorvolle Buch in der Hand. Mal schauen, wie weit es mich zum Schmunzeln bringt oder gar zu einem Artikel inspiriert. Der Titel zumindest klingt vielversprechend und könnte sich gut als Motto für das kommende Jahr eignen: »Am Arsch vorbei geht auch ein Weg« (Amazon Werbelink).

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