Ich habe keine todbringende Männergrippe

Sonntag, 25.11.2018. Bielefeld. Draußen kalt und klar. Drinnen übertemperiert und wehleidig. Der Schmerz bohrt sich durch mein Gesicht. Einseitig. Meine rechte Gesichtshälfte erhitzt sich um die Wette mit meiner aufgedrehten Heizung. Der Schmerz strahlt heute zur Abwechslung von der rechten Seite aus. Sticht mit spitzer Nadel in mein rechtes Ohr. Durchbohrt auf seinem Weg meinen Oberkiefer, dass die Zähne darunter wimmern. Drückt wie ein angespannter Esslöffel hinter meinen Augapfel, als wollte es das Auge mit Gewalt herauskatapultieren, um sich dann an meiner Schläfe zu entladen. Ich glaube, ein ins Ohr gerammter Stift fühlt sich entspannter an (vielleicht hätte Van Gogh sich nicht das Ohr abschneiden müssen, sondern sich nur erkälten). Ein ekliger Schmerz einer ekligen Erkältung, der mich ganz in Beschlag nimmt.

Ich habe Glück, dass ich nur eine Erkältung habe und nicht die todbringende Männergrippe! Dank Dr. Google kann ich zwischen einer Grippe und Erkältung unterscheiden: Ich habe kein Fieber und die Erkältung arbeitet sich seit Tagen an meinem Körper ab (es begann also nicht plötzlich).

Jetzt heißt es, Abwarten und Tee trinken, viel trinken, mindestens zwei Liter. Und natürlich schmerzlindernde Mittel zu mir nehmen, sonst jammere ich wie jemand, der wirklich die Männergrippe hat.

PS. Falls du nichts mehr von mir hören solltest, dann hat mich Google mit meiner Diagnose belogen und mich die unentdeckte Männergrippe dahingerafft. Daher: Danke fürs Lesen!

photo by pixabay

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