Der Muslim und die vegane Schinkenwurst

Heute Morgen wieder das Brot mit einem Fluch belegen. Darunter Halbfettmargarine mit einer Schicht Philadelphia darüber, auf dem sich gemütlich ganz junger Gouda niederbettet.

Natürlich fehlt da etwas. Ei oder Fleisch. Ei habe ich nicht, auf Fleisch verzichte ich, so oft es geht.

Also habe ich mir vegane Schinkenwurst gekauft. Fand ich irgendwie witzig, denn meine Religiosität beschränkt sich darauf, kein Schweinefleisch zu essen*. Das ist wirklich das wenige, woran ich mich halte. Meine Mutter betet auch immer für mich, und ich hoffe, es hilft, auch wenn ich nicht ans Jenseits glaube (nicht in der Form, wie wir es uns vorstellen). Also, falls mich jemand fragt, ob ich Schweinefleisch esse, werde ich ab sofort sagen können: nur Veganes!

Ich frage mich, warum es überhaupt veganes oder vegetarisches Fleisch gibt. Wäre ich ein überzeugter Vegetarier oder Veganer, dann würde ich derartiges ablehnen. Natürlich wird der gemeine Leser jetzt sich denken: Na wegen Deppen wie dir!

Dabei ist mir das völlig egal. Ich will nur etwas Gesundes essen, das mir schmeckt. Das Letztere ist meine Achillesferse. Bei mir gehört(e) zum Geschmack meistens Zucker. Ich könnte frisch gepresste Pappe mit einem leckeren Zuckerguss köstlich verzehren. So einfach ist mein Geschmack gestrickt. Warum kann die Lebensmittelindustrie kein zuckerfreies Zucker erfinden, das täuschend echt nach Zucker schmeckt (nein, ich mag kein Stevia)? Das wäre doch die Eine-Milliarde-Dollar-Idee.

Was die Schinkenwurst betrifft: Konsistenz igitt, Geschmack pfui! (Ich weiß, in diesem Leben werde ich kein Gourmetkritiker.) Das überrascht mich dann doch ein wenig. Letzte Woche probierte ich eine vegetarische Hähnchenwurst und die schmeckte wirklich gut.

Also mein Fazit: Vegan ist mir dann doch zu hart. Ich werde weiterhin vegetarische Fleischprodukte ausprobieren.

* Mit Schinken ist immer Schwein gemeint