Brot kann schimmeln

Heute Morgen beim Frühstück:
Das Brot mit einem Fluch belegen.
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Ein verführerischer Duft kitzelte meine Nase. Die Sonnenblumenkerne lächelten mich bereits an, während ich die vorgeschnittene Scheibe Vollkornbrot aus dem Beutel zog. Seit dem ich intervallfaste esse ich nach 17 Uhr nichts mehr, seitdem knistert es zwischen meinem Frühstück und mir und das liegt nicht an der Folie. Heute nur überraschte mich das Haltbarkeitsdatum vom 17.06.2018 – es lag also knapp eine Woche in der Vergangenheit.

Eigentlich hätte es mich nicht überraschen dürfen, denn ich selbst nenne meine Küche den »Ort der Verwesung« und esse daher unbedenklich Nahrungsmittel, die ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Allerdings tue ich das bewusst. Bei Brot bin ich da vorsichtig, denn wenn Brot zu schimmeln beginnt, erkennt man es erst viel später.

Ich habe also einige Tage knallhart abgelaufenes Brot gegessen. Ich bin halt ein taffer Typ, richtig krass drauf mit viel street credibility. Ich war nicht immer so. Meine eigene Faulheit und die unheilvolle Kombination mit meinem Job als rastloser Berater haben mich zu dem gemacht, der ich bin: Jemand, der zu viel einkauft oder zu wenig isst, obwohl er schon kleine Portionen kauft (Schokolade unabhängig von ihrer Menge überlebt seltsamerweise kaum in meiner Gegenwart. Nur einmal schaffte es eine Packung Toffifee sich vor mir zu verstecken).

An sich ist das nicht schlimm (ich meine das Brot), sofern man es nicht ständig tut. Tja, ich frage mich jetzt natürlich, wie häufig mir das passiert. Immerhin ein Trost: Ich lag mit sechs Tagen über dem Mindesthaltbarkeitsdatum bei meinem Vollkornbrot innerhalb des vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks angegebenen Zeitraums, wo das Brot noch als frisch gilt (hier bei der Apotheken-Umschau gefunden).

Egal, ich werde meinen Körper die nächsten Tage beobachten und dich auf dem Laufenden halten.