Ein Wiedersehen mit Roger Moore und James Bond


Als Marc Haynes vom Tod Sir Roger Moores erfuhr, veröffentlichte er auf Facebook eine rührende Anekdote über seine beiden Begegnungen mit dem James Bond Star.

Als Kind mochte ich die James Bond Filme mit Sean Connery und später Roger Moore (und heute mit Daniel Craig).

Aber auch so mag ich Marcs Geschichte. Sie erzählt davon, wie charmant, gewitzt und vor allem menschlich Roger Moore war und immer blieb. Und seine Geschichte geht so (frei übersetzt):

Es ist das Jahr 1983. Damals gab es an den Flughäfen keine Erste-Klasse-Lounges. Roger Moore saß wie jeder normale Passagier am Abflug-Gate und wartete auf seinen Flug, als ihn der 7-jährige Marc entdeckte.

Er fragte seinen Opa, ob sie zu James Bond gehen könnten, um ein Autogramm zu bekommen.

Also gingen sie rüber. Direkt vor Roger Moore streckte sein Opa das Flugticket von Marc aus und fragte: »Mein Enkel sagt, Sie sind berühmt. Können Sie das unterschreiben?«

Sein Opa kannte weder Roger Moore noch James Bond. Moore jedoch fragte auf seine charmante Weise Marc nach seinem Namen und unterschrieb auf der Rückseite des Flugtickets.

Völlig aufgeregt kehrte der 7-jährige zurück zu seinem Sitz und bewunderte die kaum entzifferbare Unterschrift. Er fragte seinen Opa, was da stünde.

Der Opa las und kam zu dem Schluss, dass dort auf keinen Fall »James Bond« stünde, sondern etwas aussah wie »Roger Moore«.

Der kleine Marc war entsetzt. Warum hatte James Bond mit einem falschen Namen unterschrieben? Sein Opa nahm das Ticket und ging wieder zurück zu James Bond.

Als Mr. Bond von der falschen Unterschrift hörte, legten sich verständnisvolle Falten auf seiner Stirn nieder. Er rief den Kleinen zu sich. Beugte sich zu ihm runter, schaute vorsichtig nach rechts und links, hob eine Augenbraue und flüsterte: »Ich musste mit ›Roger Moore‹ unterschreiben, weil sonst… Blofeld könnte herausfinden, dass ich hier bin.« Gleichzeitig bat er ihn, niemand zu erzählen, dass er James Bond gesehen hätte und bedankte sich für die Geheimhaltung.

Aufgeregter als zuvor ging er zu seinem Opa zurück. Dieser fragte ihn, ob er jetzt mit ›James Bond‹ unterschrieben hätte.

»Nein«, sagte er. Er hätte sich geirrt und arbeite jetzt mit James Bond zusammen.

23 Jahre später. Marc ist Drehbuchautor und arbeitete an einer Aufnahme für UNICEF mit dessen Botschafter Roger Moore zusammen. Nach den Aufnahmen erzählte ihm Marc von seiner Begegnung am Flughafen mit ihm.

Er erinnere sich nicht mehr an diese Geschichte, aber sie amüsierte ihn, und er sagte, dass er sich freue, dass Marc James Bond getroffen hätte.

Kurz darauf passierte etwas Tolles. Auf dem Weg zum Auto sah Moore Marc und stoppte direkt vor ihm. Schaute nach rechts und links, hob eine Augenbraue und flüsterte: »Natürlich erinnere ich mich an unser Treffen am Flughafen. Aber ich habe nichts dort gesagt, weil diese Kameramänner – jeder von ihnen könnte für Blofeld arbeiten.«

photo credit: Allan Warren, distributed under CC-BY-SA 3.0

3 Gedanken zu “Ein Wiedersehen mit Roger Moore und James Bond

    Reposts

    • Hakan von C

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