Big Data oder Vorhersage deiner Zukunft mit Künstlicher Intelligenz

Egal, was wir tun, wir hinterlassen überall immer mehr Daten: im Internet, beim Telefonieren, beim Einkaufen, beim Arzt, beim Autofahren, beim Fernsehen, aus allen erdenklichen Geräten, die wir benutzen (Internet der Dinge)… Mal bewusst, mal ohne unser Wissen.

In naher Zukunft sollte die Künstliche Intelligenz so weit fortgeschritten sein, dass Computer-Systeme mit unseren Daten realistische Vorhersagen über uns treffen werden. Das wird viel weiter gehen als das, was ich als eine Art Amazon für Predictive Policing beschrieben hatte.

Also stell dir vor, so ein System kommt bei der Auswertung aller Daten über dich zu dem Schluss: ab 35 Jahren wirst du mit 95,7 % Wahrscheinlichkeit zu Depressionen oder zu Wutanfällen neigen oder bist selbstmordgefährdet.

Und jeder, der zahlt, kann diese Information über dich aus dem System abrufen.

Du bewirbst dich für einen Job. Dein favorisiertes Unternehmen wertet die Information über dich aus und kommt zu dem Ergebnis, deine Einstellung stellt ein finanzielles Risiko dar. Daher lehnen sie deine Bewerbung dankend ab.

Stell dir vor, du wärst ein Mensch, der tatsächlich diese Neigung entwickeln könnte. Bisher waren sie latent vorhanden, und es gab nie Anlass, sich Sorgen darüber zu machen. Doch mit jeder Absage wirst du frustrierter und bekommst eine weitere Neigung, die du so nie hättest wie zum Beispiel Angst vor der Zukunft.

Big Data und der Fehler in der Matrix

Dann hat das System mit seiner Vorhersage eine sich selbst erfüllende Prophezeiung erschaffen, die betroffene Menschen immer schneller in eine Abwärtsspirale führt.

Und zugleich beraubt es den Menschen seiner Möglichkeiten. Es sind zufällige Ereignisse, die jeder von kennt und die unserem Leben eine unerwartete und unberechenbare Wendungen gaben. Mal zum Guten, mal zum Schlechten. Aber immer waren sie real und niemals eine wahrscheinliche Annahme, die nicht stattfand.

Das war allerdings nur eine Dimension, denn die Daten aus verschiedenen Quellen können miteinander verknüpft werden. Ebenso können für die Auswertung Daten von Verwandten, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen hinzugezogen werden.

Aber was ist, wenn das System selbst »krank« ist, sprich fehlerhaft und keiner merkt es…

Inspiriert durch…

…den lesenswerten Artikel »Warum eine Rentenversicherung, wenn ich mit 50 sterbe?« von Sascha Lobo auf SPON.

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